Städtetrip Köln
Der gotische Dom steht so dicht am Rhein, dass du ihn schon aus dem Zug siehst. Danach. Kölsch aus der schmalen Stange, eine Altstadt, die sich um keine Regel schert, und weiter am Ufer die modernen Kranhäuser über dem Wasser. Eine fertige Tagesroute ab dem Hauptbahnhof legt dir alles der Reihe nach vor die Füße.
🗺️ Köln interaktiv öffnen mit Karte & NavigationUnsere Rundgänge durch Köln
Fertige Routen ab der Station führen dich durch Köln, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.
Dom, Altstadt & Rhein
Vom Kölner Dom und dem Museum Ludwig über die Hohenzollernbrücke mit den Liebesschlössern zum Historischen Rathaus und der romanischen Groß St. Martin. Weiter zum Fischmarkt mit den bunten Giebelhäusern, am Rheinufer entlang zum Schokoladenmuseum und zu den modernen Kranhäusern am Rheinauhafen.
- Kölner Dom. Der Kölner Dom ist der Grund zu kommen, die größte gotische Kathedrale Nordeuropas, 632 Jahre in Bau, mit zwei 157 Meter hohen Türmen direkt neben dem Hauptbahnhof. Rein ist frei; wer die 533 Stufen des Südturms erklimmt, wird mit einem weiten Blick über Stadt und Rhein belohnt.
- Museum Ludwig. Gleich neben dem Dom zeigt das Museum Ludwig eine der wichtigsten Sammlungen moderner Kunst Europas, darunter Pop Art mit Warhol und Lichtenstein, die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt und deutscher Expressionismus. Von der Dachterrasse blickst du direkt auf die Domtürme.
- Hohenzollernbrücke. Die Eisenbahnbrücke direkt hinter dem Dom ist über und über mit zehntausenden "Liebesschlössern" behängt. Ein kurzer Gang hinüber lohnt sich vor allem wegen des Blicks zurück. Vom anderen Ufer bekommst du den ganzen Dom ins Bild. Bei Sonnenuntergang versinkt die Sonne genau dahinter.
- KölnTriangle (Panorama). Auf der anderen Rheinseite in Deutz ragt der gläserne KölnTriangle empor. Und auf seinem Dach, 100 Meter über der Stadt, liegt die schönste Aussichtsplattform Kölns. Von hier hast du das berühmte Postkartenpanorama vor dir, den Kölner Dom mit seinen Zwillingstürmen, die Hohenzollernbrücke voller Liebesschlösser, den Rhein und die ganze Altstadt. Der beste Fotospot der Stadt, besonders zum Sonnenuntergang.
- Historisches Rathaus & Alter Markt. Am Alten Markt steht das älteste Rathaus Deutschlands, dessen Ursprünge gut 800 Jahre zurückreichen. Die prächtige Renaissance-Loggia und der gotische Turm mit seinen 124 Steinfiguren von 2008 prägen den Platz. Ringsum laden Brauhäuser und Cafés zur Pause.
- Groß St. Martin. Der wuchtige romanische Vierungsturm von Groß St. Martin prägt zusammen mit dem Dom die Silhouette der Kölner Altstadt. Die tausendjährige Kirche steht mitten im alten Fischerviertel und bildet die Kulisse für das berühmte Fischmarkt-Postkartenbild.
- Fischmarkt. Der kleine Fischmarkt direkt am Rheinufer ist das meistfotografierte Eck der Altstadt, eine Reihe schmaler, bunter Giebelhäuser mit dem Turm von Groß St. Martin dahinter. Am schönsten morgens, bevor die Restaurants ihre Tische aufbauen.
- Schokoladenmuseum. Auf einer kleinen Halbinsel im Rhein erzählt das Schokoladenmuseum die Geschichte des Kakaos. Von den Maya bis zur echten Produktionsstraße, an der Pralinen gegossen werden. In der Mitte sprudelt ein drei Meter hoher Schokobrunnen, an dem es eine Waffel zum Eintunken gibt. Plan etwa 1,5 Stunden. Direkt südlich beginnt der Rheinauhafen. Auf der modernen Hafenpromenade spazierst du am Wasser entlang bis zu den drei markanten Kranhäusern, Kölns beliebtestem Architektur-Fotomotiv.
- Kranhäuser Rheinauhafen. Zum Abschluss das moderne Köln. Am umgebauten Rheinauhafen ragen drei markante Hochhäuser in Form umgekippter Hafenkräne über das Wasser. Die Kranhäuser sind das Symbol des neuen Köln. Besonders fotogen im warmen Licht des Sonnenuntergangs. Von hier bringt dich die U-Bahn ab Severinstraße zurück ins Zentrum.
So planst du deinen Besuch
Ein Tag reicht. Die Route ab dem Hauptbahnhof misst vier Kilometer und beginnt direkt vor dem Dom, der schon aus dem Zug zu sehen ist. Danach folgen das Museum Ludwig, die Hohenzollernbrücke mit ihren Schlössern, der Blick vom KölnTriangle, die Altstadt und die Kranhäuser am Rheinauhafen. Kölsch kommt in der schmalen Stange und wird nachgeschenkt, bis du den Deckel auf das Glas legst. Sieben Abendtipps liegen bereit, und Schloss Augustusburg in Brühl ist eine kurze Zugfahrt entfernt.
Ausgehen & Nachtleben
Rooftop-Bars
- Osman 30 (KölnTurm). Bar und Restaurant im 30. Stock des KölnTurms im Mediapark. Der höchste Ausblick der Stadt über Dom, Rhein und Kölner Dächer, am schönsten zum Sonnenuntergang.
Ausgehviertel
- Zülpicher Viertel (Kwartier Latäng). Das Studenten- und Ausgehviertel schlechthin, mit dichten Kneipen, Spätis und günstigen Bars rund um die Zülpicher Straße. Laut, jung und bis früh in Bewegung.
- Belgisches Viertel. Das hippe Ausgehviertel westlich des Rings mit Design-Bars, kleinen Cafés, Boutiquen und Restaurants rund um den Brüsseler Platz. Abends jung und stilvoll.
Essen & Restaurants
- Brauhaus Früh am Dom. Das traditionsreichste Kölner Brauhaus direkt am Dom, mit frisch gezapftem Früh-Kölsch vom "Köbes" und rheinischen Klassikern wie Himmel un Ääd oder Halver Hahn. Laut, urig, echt kölsch.
- Peters Brauhaus (Altstadt). Prächtiges historisches Brauhaus in der Altstadt mit buntem Glasdach. Kölsch, deftige Küche und typisch kölsche Gemütlichkeit etwas abseits vom Trubel.
Bars & Clubs
- Friesenviertel. Rund um den Friesenplatz reihen sich Cocktailbars, Kneipen und Clubs. Das klassische Feierabend- und Nacht-Viertel der Kölner, gut bis spät.
Bühne & Konzerte
- Musical Dome Köln. Direkt am Rhein neben dem Hauptbahnhof läuft im markanten Kuppelzelt Kölns großes Musical. Show-Programm wechselnd, ein Klassiker des deutschen Musical-Betriebs.
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Infos zu Köln
Nahverkehr
Betreiber. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) betreiben Stadtbahn und Busse im Stadtgebiet. Seit dem 1. Juni 2026 gilt für Köln und die Region der neue Rheinlandtarif, der den bisherigen VRS-Tarif (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) ersetzt und die Preisstufen vereinfacht. Köln liegt in Preisstufe 1b.
Liniennetz. Stadtbahn, teils unterirdisch, dazu Busse. Die Rheinseilbahn verbindet beide Ufer.
Verkehrsmittel. Stadtbahn (teils unterirdisch als U-Bahn) · Bus · S-Bahn (Regionalverkehr im Verbundtarif, u. a. zum Flughafen)
Betriebszeiten. Der Kölner Nahverkehr startet früh. Auf der Linie 1 fährt die erste Bahn montags bis freitags um 4.28 Uhr ab Weiden West, auf der Linie 5 um 4.29 Uhr ab Sparkasse Am Butzweilerhof. Tagsüber gilt auf den Stadtbahnlinien ein 10-Minuten-Takt, am frühen Morgen und am Abend wird ausgedünnt. Ab etwa 20 Uhr fahren die Bahnen alle 15 Minuten. Die letzten durchgehenden Fahrten verlassen die Endhaltestellen kurz nach Mitternacht, auf der Linie 5 zum Beispiel um 0.15 und 0.45 Uhr. Innerstädtisch sind einzelne Kurse noch bis gegen 1 Uhr unterwegs, auf der Linie 1 etwa bis 1.05 Uhr ab Junkersdorf. Von Montag auf Dienstag bis Donnerstag auf Freitag folgt dann eine Betriebspause bis etwa 4.15 Uhr. Wer spät unterwegs ist, plant an diesen Tagen die Rückfahrt also besser vor 1 Uhr. Grundlage sind die offiziellen Minifahrpläne der KVB, gültig ab 07.01.2026 für die Linie 1 und ab 15.09.2025 für die Linie 5.
Nachtverkehr. Köln kennt keine eigenen Nachtbuslinien mit N-Nummer. Stattdessen fahren die vertrauten Linien einfach weiter. Der Kölner Nachtverkehr gilt laut KVB auf vielen Linien für Fahrten in den Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und vor jedem Feiertag. In diesen Nächten schließt sich an den abendlichen 15-Minuten-Takt ein durchgehender 30-Minuten-Takt an, der bis in den Morgen läuft. Auf der Linie 5 sind das zum Beispiel Abfahrten um 1.15, 1.45 und dann alle 30 Minuten weiter bis 4.15 Uhr, auf der Linie 1 entsprechend ab 1.12 Uhr. Die Minifahrpläne markieren diese Fahrten ausdrücklich mit dem Hinweis, dass sie nur von Freitag zu Samstag und vor Wochenfeiertagen gelten. Auch einzelne Buslinien sind nachts dabei, die KVB nennt dafür etwa die Linien 132 und 136. In den Nächten von Montag bis Donnerstag ruht der Betrieb dagegen zwischen etwa 1 und 4 Uhr.
Ticketkauf. Die KVB betreibt 112 stationäre Automaten an Haltestellen sowie über 800 mobile Automaten direkt in Bussen und Stadtbahnen. Dort werden Einzeltickets (Kurzstrecke und Preisstufe 1b) sowie 24hTickets verkauft, Bezahlung mit Münzgeld, EC-Karte, Kreditkarte, Google Pay oder Apple Pay. Zusätzlich Verkauf über die KVB-App, Vorverkaufsstellen und KundenCenter. Ob ein Zukauf beim Busfahrer möglich ist, ist auf den offiziellen Seiten nicht ausdrücklich bestätigt.
App und Bezahlen. Die KVB-App dient sowohl dem klassischen Ticketkauf als auch dem eezy.nrw-System. Vor der Fahrt per Swipe einchecken, GPS erfasst Start- und Zielort, nach Fahrtende auschecken, der Preis wird automatisch aus einem Grundpreis plus Luftlinienkilometern berechnet, gedeckelt auf den Preis eines regulären Einzeltickets pro Fahrt und maximal 63 Euro im Monat. Ein EMV-Check-in direkt mit der Bankkarte ohne App ist auf den offiziellen Seiten nicht dokumentiert.
Welches Ticket. Für Preisstufe 1b (Kölner Stadtgebiet) gilt seit 1. Juni 2026 der Rheinlandtarif. Einzelticket 3,50 Euro (Kind 1,60 Euro), gültig neunzig Minuten ab Entwertung. Kurzstrecke, das ist die Einstiegshaltestelle plus maximal vier weitere Stationen, kostet 2,90 Euro und gilt zwanzig Minuten. Ein 4-Fahrten-Ticket kostet 14,00 Euro (Kind 6,40 Euro), das entspricht dem Einzelpreis ohne Rabatt. Das 24hTicket für eine Person kostet 8,40 Euro, für eine Gruppe bis fünf Personen 16,80 Euro. Rechnerische Schwelle. 8,40 Euro entsprechen 2,4 Einzeltickets zu 3,50 Euro, ab der dritten Einzelfahrt am Tag ist das 24hTicket günstiger. Für Gelegenheitsfahrten ohne Ticketwahl im Voraus bietet sich alternativ eezy.nrw an, mit Kappungsgrenze auf den Einzelfahrpreis.
Tarifzonen. Preisstufe 1b deckt das gesamte Kölner Stadtgebiet ab, für die üblichen Ziele einer zwei- bis dreitägigen Städtereise reicht sie aus. Ob für Fahrten zum Flughafen Köln/Bonn eine höhere Preisstufe gilt, ist auf den offiziellen Seiten nicht eindeutig ausgewiesen.
Tipp. Die Seilbahn ist kein Nahverkehrsticket, aber die schönste Verbindung zwischen Zoo und Rheinpark.
Links
- KVB Startseite
- Rheinlandtarif, Preise und Preisstufen
- Wo kann ich mein Ticket kaufen
- eezy.nrw, Check-in Check-out Ticket
- Liniennetzpläne
- Netzplan
Anreise
Hauptbahnhof
Lage. Liegt unmittelbar neben dem Dom, beim Verlassen stehst du praktisch davor. Einer der meistfrequentierten Bahnhöfe Deutschlands.
Fernverkehr. Köln Hauptbahnhof ist einer der dichtesten Knoten im deutschen Netz, rund 1300 Züge fahren täglich ein und aus. Im Fernverkehr halten ICE, IC und EC. Nach Hamburg gibt es neben dem Stundentakt drei Sprinter-Zugpaare mit rund dreieinhalb Stunden Fahrzeit, Richtung Süden fahren ICE über Frankfurt Flughafen nach Stuttgart und München, weitere Linien laufen nach Berlin, Basel und in die Schweiz bis Bern, Zürich und Chur. Nach Westen führen ICE über Aachen und Lüttich nach Brüssel, im Zweistundentakt und ab September 2026 zweimal täglich sogar bis Antwerpen. Richtung Norden bestehen ICE-Verbindungen nach Amsterdam. Eurostar bietet ab Köln Direktzüge nach Belgien und Frankreich, für London steigt man in Brüssel Midi um. Über Nacht kommt der ÖBB Nightjet dreimal pro Woche aus Wien oder Linz, dazu läuft die Nachtzugverbindung über Köln und Bonn nach Zürich.
Betriebszeiten. Der Hauptbahnhof arbeitet rund um die Uhr. Die DB-Information ist Tag und Nacht besetzt, die Schließfächer sind 24 Stunden zugänglich. Erste Fernzüge starten kurz nach 5 Uhr, die letzten Ankünfte liegen nach Mitternacht, dazwischen halten Nachtzüge.
Flughäfen
In die Stadt. Die S19 fährt vom Hauptbahnhof zum Flughafen-Terminal, Fahrzeit rund vierzehn Minuten.
Taktung. Alle zwanzig Minuten, ganztägig.
In die Stadt. Regionalzüge fahren ohne Umstieg zum Kölner Hauptbahnhof. Der Fernbahnhof liegt nicht im Terminal, sondern wird per SkyTrain erreicht, einer automatischen Kabinenbahn mit sieben Minuten Fahrzeit.
Taktung. SkyTrain täglich 3:45 bis 0:45 Uhr, alle fünf bis sieben Minuten.
Eigenheiten
- Das Glas ist klein und kommt wieder. Kölsch wird in Zweihundert-Milliliter-Stangen serviert und ungefragt nachgeschenkt. Wer aufhören will, legt den Deckel auf das Glas.
- Der Köbes ist kein Kellner. Der Zapfer im Brauhaus ist für seine ruppige Freundlichkeit bekannt. Das ist Teil des Konzepts, nicht schlechte Laune.
- Stadtbahnlinien wechseln unterirdisch und oberirdisch. Kölner Stadtbahnlinien fahren auf derselben Strecke mal unter, mal über der Erde und teilen sich Gleise mit mehreren Linien in wechselnder Zielrichtung. Am Bahnsteig zählt die Zielanzeige am Wagen, nicht nur die Liniennummer auf dem Schild.
- Ring-Namen als Orientierung. Mehrere zentrale Stadtbahn-Haltestellen wie Rudolfplatz, Barbarossaplatz oder Ebertplatz sind nach den historischen Ringstraßen benannt, die den Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer nachzeichnen. Wer diese Namen kennt, kann sich in der Innenstadt allein an den Haltestellen orientieren.
Gut zu wissen
- Währung
- EUR €
- Notruf
- 112
- Steckertyp
- C · F
- Zeitzone
- Europe/Berlin
- Verkehr
- rechts
Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 100 km/h, Autobahn kein allgemeines Tempolimit (Richtgeschwindigkeit 130 km/h, nicht bußgeldbewehrt)
Auf vielen Autobahnabschnitten gibt es keine feste Höchstgeschwindigkeit, das überrascht Fahrer aus fast allen anderen Ländern. Die 100 km/h außerorts gelten laut Gesetz ausdrücklich nicht auf der Autobahn. Beschilderte Limits an Baustellen, Kurven oder in Ballungsräumen werden dagegen streng per Blitzer und Section Control kontrolliert.
Trinkgeld. Fünf bis zehn Prozent, direkt beim Zahlen gesagt und nicht auf dem Tisch gelassen.
Maut. Für Pkw keine Maut. Der Warnowtunnel in Rostock und der Herrentunnel in Lübeck kosten Gebühr.
Zufahrt. Viele Innenstädte sind Umweltzonen und nur mit grüner Plakette befahrbar, auch für ausländische Fahrzeuge. Die Plakette gibt es bei Prüfstellen und Werkstätten.