Städtetrip Zürich
Weltstadt und Postkarte auf einmal. Die mittelalterliche Altstadt zu beiden Seiten der Limmat, die Türme von Gross- und Fraumünster mit Chagalls leuchtenden Fenstern, die noble Bahnhofstrasse und dahinter der Zürichsee mit den Alpen am Horizont. Eine fertige Tagesroute ab dem Hauptbahnhof bringt dich bis ans Wasser.
🗺️ Zürich interaktiv öffnen mit Karte & NavigationUnsere Rundgänge durch Zürich
Fertige Routen ab der Station führen dich durch Zürich, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.
Altstadt, Limmat & See
Von der noblen Bahnhofstrasse hinauf auf den ruhigen Lindenhof mit Altstadtblick, zur St.-Peter-Kirche mit Europas größtem Kirchturm-Zifferblatt und ins Fraumünster zu Chagalls leuchtenden Fenstern. Über die Münsterbrücke zum Grossmünster mit den Zwillingstürmen, durch die Gassen des Niederdorf zum Kunsthaus und hinunter an den Zürichsee mit Blick auf die Alpen.
- Bahnhofstrasse. Der Rundgang beginnt am Hauptbahnhof und führt auf die Bahnhofstrasse, eine der teuersten Einkaufsmeilen der Welt, eine kerzengerade, autofreie Prachtstraße mit Warenhäusern, Uhren- und Juweliergeschäften und den Sitzen der großen Banken am Paradeplatz, die schnurstracks zum See hinunterläuft.
- Lindenhof. Über der Altstadt liegt der Lindenhof, ein schattiger Platz mit alten Linden auf dem Hügel, wo einst die Römer und später eine Kaiserpfalz saßen. Von der Brüstung schweift der Blick über die Dächer des Niederdorf, die Limmat und hinüber zu den Türmen des Grossmünsters. Ein ruhiger, von Einheimischen geschätzter Aussichtsplatz.
- Schipfe. Vom Lindenhof geht es über eine Treppe hinunter zur Schipfe, einem der ältesten Handwerkerviertel Zürichs direkt an der Limmat. In den engen Gassen mit alten Zunft- und Handwerkerhäusern saßen einst Seidenweber und Gerber; heute reihen sich kleine Ateliers, Werkstätten und Cafés am Wasser. Ein ruhiger Kontrast zur belebten Altstadt.
- St. Peter. Die St.-Peter-Kirche ist die älteste Pfarrkirche Zürichs, und ihr Turm trägt eine Rekordmarke, das größte Kirchturm-Zifferblatt Europas mit über acht Metern Durchmesser. Jahrhundertelang saß hier der Feuerwächter und hielt Ausschau über die Stadt. Der schlichte Innenraum lohnt einen kurzen Blick.
- Fraumünster. Das Fraumünster, einst Frauenkloster, ist heute vor allem für ein Kunstwerk berühmt, für die fünf leuchtenden Chorfenster, die Marc Chagall 1970 im hohen Alter schuf. In tiefem Blau, Rot und Grün erzählen sie biblische Szenen und tauchen den Chor bei Gegenlicht in ein magisches Farbenspiel. Der eindrücklichste Moment des Rundgangs.
- Münsterbrücke. Die Münsterbrücke verbindet Fraumünster und Grossmünster über die Limmat und bietet den schönsten Blick des Rundgangs. Flussaufwärts der See, flussabwärts die Altstadt, und gegenüber steigen die markanten Zwillingstürme des Grossmünsters auf. Auf der Brücke steht das Reiterstandbild von Bürgermeister Waldmann.
- Grossmünster. Das Grossmünster mit seinen zwei charakteristischen Türmen ist das Wahrzeichen Zürichs und die Wiege der deutschschweizer Reformation. Von hier aus predigte Huldrych Zwingli ab 1519 und veränderte das Land. Der Innenraum ist streng und schlicht, moderne Fenster von Sigmar Polke setzen Akzente. Wer den Karlsturm erklimmt, wird mit einem weiten Altstadtblick belohnt.
- Niederdorf. Das Niederdorf, von den Zürchern liebevoll "Dörfli" genannt, ist das lebendige Herz der rechten Altstadt, ein Gewirr enger, kopfsteingepflasterter Gassen voller Boutiquen, Cafés, Beizen und Handwerksläden. Tagsüber zum Bummeln, abends verwandelt es sich in eine der Ausgehmeilen der Stadt.
- Kunsthaus Zürich. Das Kunsthaus Zürich ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Schweiz. Von den Impressionisten Monet und van Gogh über Munch, Picasso und die klassische Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst spannt sich die Sammlung, ergänzt um den 2021 eröffneten Chipperfield-Erweiterungsbau. Ein lohnender Halt für alle Kunstfreunde. Montags allerdings geschlossen.
- Bürkliplatz & Zürichsee. Am Bürkliplatz endet die Bahnhofstrasse und öffnet sich der Blick auf den Zürichsee, mit einer breiten Promenade, Segelbooten, Schwänen und dahinter bei klarer Sicht der Alpenkette. Vom Anleger starten die Kursschiffe der ZSG zu Rundfahrten über den See. Eine schöne, entspannte Art, den Tag ausklingen zu lassen. Am Wochenende lockt hier auch ein Flohmarkt.
So planst du deinen Besuch
Ein Tag reicht. Die Route ab dem Hauptbahnhof misst 3,5 Kilometer und führt die Bahnhofstrasse hinunter, über den Lindenhof mit dem Blick auf die Altstadt, durch die Schipfe zu St. Peter und zum Fraumünster mit den Fenstern von Chagall. Danach folgen Grossmünster, Niederdorf und der Zürichsee. Zürich ist teuer, aber das Wasser aus den öffentlichen Brunnen ist trinkbar und kostenlos. Sieben Abendtipps liegen bereit, dazu der Uetliberg und der Rheinfall für einen zweiten Tag.
Ausgehen & Nachtleben
Rooftop-Bars
- Clouds. Ganz oben im Prime Tower, dem höchsten Gebäude der Stadt, liegt die Bar und das Restaurant Clouds im 35. Stock. Ein Rundumblick über Zürich, den See und die Alpen, besonders zum Sonnenuntergang.
Ausgehviertel
- Niederdorf. Am rechten Limmatufer verwinkelt sich das Niederdorf, die Kneipen- und Ausgehgasse der Altstadt, mit Bars, Weinstuben und kleinen Lokalen dicht an dicht in mittelalterlichen Gassen, abends voller Leben.
- Langstrasse (Kreis 4). Die Langstrasse im Kreis 4 ist Zürichs buntestes Ausgehviertel, einst rau, heute hip. Eine dichte Mischung aus Bars, Clubs, Streetfood und Multikulti, die bis in den Morgen brummt.
Essen & Restaurants
- Zeughauskeller. Im spätgotischen Zeughaus nahe der Bahnhofstrasse serviert das Zeughauskeller seit jeher Zürcher Klassiker in großen Portionen, Würste, Rösti und Bier unter historischem Gebälk. Urig, zentral und bei Einheimischen wie Gästen beliebt.
- Kronenhalle. Die legendäre Kronenhalle am Bellevue ist Institution und Kunstsammlung zugleich. An den Wänden hängen Originale von Chagall, Picasso und Miró, auf den Tellern klassische Schweizer Küche. Ein Abend hier ist ein Stück Zürcher Geschichte.
Bars & Clubs
- Zürich-West (Kreis 5). Das ehemalige Industrieviertel Zürich-West ist heute das Club-Herz der Stadt, mit Techno- und Hip-Hop-Clubs wie dem Hive oder dem Supermarket, dazu Bars unter dem Viadukt und im Frau Gerolds Garten. Der Ort für lange Nächte.
Bühne & Konzerte
- Opernhaus Zürich. Das Opernhaus am Sechseläutenplatz zählt zu den führenden Opernbühnen Europas, mit Oper, Ballett und Konzerten auf höchstem Niveau in einem prächtigen Bau von 1891 direkt am See.
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Infos zu Zürich
Nahverkehr
Betreiber. ZVV steht für Zürcher Verkehrsverbund und bündelt Tarif, Fahrplan und Vertrieb sämtlicher Bus-, Tram-, S-Bahn- und Schiffslinien im Grossraum Zürich unter einer gemeinsamen Marke. Reisende kaufen jedes Ticket, egal auf welcher Linie sie unterwegs sind, über dieselben Kanäle, den ZVV-Ticketautomaten, die ZVV-App oder den Online-Ticketshop auf zvv.ch. Der telefonische Kundendienst ist unter 0800 988 988 erreichbar. Welches einzelne Unternehmen eine Tram- oder Buslinie konkret betreibt, spielt für Fahrgäste keine Rolle, da Fahrplan, Zonenplan und Ticketpreis verbundweit einheitlich gelten.
Liniennetz. Ein sehr dichtes Straßenbahnnetz, dazu S-Bahn, Busse und Schiffe auf dem See.
Verkehrsmittel. Tram · Bus · S-Bahn · Schiff
Betriebszeiten. Der Tagesbetrieb in Zürich beginnt früh. Die offiziellen ZVV-Haltestellenfahrpläne für den Jahresfahrplan 2026 zeigen an der Haltestelle Zürich, Central montags bis freitags die erste Fahrt der Linie 11 um 4.41 Uhr, die Linie 3 startet um 5.10 Uhr, die Linie 4 um 5.18 Uhr. Tagsüber fahren die Stadtlinien meist im Sieben- bis Zehn-Minuten-Takt, am Abend alle zehn bis fünfzehn Minuten. Nach 23 Uhr dünnt das Angebot aus. Die letzten Kurse liegen je nach Linie zwischen 0.27 Uhr und 1.05 Uhr, freitags und samstags etwas später als an den übrigen Wochentagen. Von Sonntag bis Donnerstag ist damit gegen 1 Uhr Betriebsschluss, danach fährt nichts mehr bis zum Betriebsstart am Morgen. In den Nächten auf Samstag und Sonntag sowie vor Feiertagen übernehmen die Nachtbusse, die laut VBZ zwischen 1.15 und 4.15 Uhr unterwegs sind und vielerorts im Halbstundentakt ab dem Hauptbahnhof starten.
Nachtverkehr. Von Freitag- auf Samstagnacht sowie von Samstag- auf Sonntagnacht übernimmt ab 1 Uhr ein eigenes Nachtnetz den Betrieb, alle Nachtbusse und Nacht-S-Bahnen sind am Kürzel N erkennbar. Ein separates Nachtticket gibt es nicht, das reguläre ZVV-Einzelbillett, die Mehrfahrtenkarte oder die Tageskarte gelten unverändert weiter.
Ticketkauf. Einzel-, Mehrfahrten- und Tagestickets verkaufen die ZVV-Ticketautomaten an den Haltestellen, die ZVV-App und der Online-Ticketshop auf zvv.ch. Gedruckte Mehrfahrtenkarten sind vor Fahrtantritt am Automaten zu entwerten, App-Tickets und die digitale Check-in-Tageskarte gelten dagegen sofort ab dem Kauf. Gruppenbillette ab zehn Personen laufen über einen eigenen Verkaufskanal mit reduziertem Tarif.
App und Bezahlen. Die Check-in-Funktion der ZVV-App berechnet automatisch den korrekten Fahrpreis für die gesamte Reise, auch ausserhalb des ZVV-Gebiets, und ersetzt damit die Zonenwahl von Hand. Akzeptierte Zahlungsmittel in der App sind TWINT, Mastercard, Visa, American Express, Apple Pay, Google Pay, PostFinance Card, REKA-Geld sowie der Kauf auf Rechnung über CembraPay.
Welches Ticket. Für Fahrten innerhalb der Stadt Zürich reicht ein Ticket für ein bis zwei Zonen, weil Zone 110 bei der Preisberechnung doppelt zählt. Ein Einzelbillett dafür kostet 4.70 CHF in der 2. Klasse mit 1 Stunde Gültigkeit, die 24-Stunden-Karte für dieselbe Fläche 9.40 CHF, also genau der Gegenwert von zwei Einzelfahrten. Für ganz kurze Strecken innerhalb der Kurzstreckenzone gibt es ein Kurzstreckenbillett für 2.80 CHF mit 30 Minuten Gültigkeit. Wer erst ab 9 Uhr unterwegs ist, fährt mit dem 9-Uhr-Tagespass für 28.00 CHF durch alle Zonen der Schweiz, an Wochenenden und Feiertagen gilt er sogar ganztägig ohne Zeitbeschränkung. Kinder von 6 bis 15.99 Jahren sowie Halbtax-Inhaber zahlen für alle diese Tickets die Hälfte.
Tarifzonen. Zone 110 entspricht der ganzen Stadt Zürich und zählt für die Preisberechnung doppelt. Ein Ticket für ein bis zwei Zonen reicht deshalb für sämtliche Fahrten innerhalb der Stadtgrenzen.
Tipp. Die Kursschiffe auf dem Zürichsee gehören zum Tarifverbund und sind mit dem normalen Tagesticket nutzbar.
Links
Anreise
Hauptbahnhof
Lage. Größter Bahnhof der Schweiz, mit mehreren unterirdischen Ebenen. Die Bahnhofstrasse beginnt direkt vor dem Ausgang.
Fernverkehr. Zürich HB ist der zentrale Knoten im Schweizer Fernverkehr. Laut SBB-Netzdaten starten hier unter anderem der IC 1 nach Bern, Lausanne, Genf und Genève-Aéroport, der IC 2 über Zug und Arth-Goldau nach Bellinzona und Lugano, der IC 3 nach Sargans, Landquart und Chur, der IC 5 nach Olten, Biel und Lausanne sowie in die Gegenrichtung nach Winterthur, St. Gallen und Rorschach, dazu der IC 8 nach Bern, Thun, Visp und Brig und der IC 81 nach Interlaken. Regelmässige IR-Linien führen nach Luzern, Locarno, Konstanz, Basel und Schaffhausen. International halten EuroCity-, ICE- und TGV-Züge am Hauptbahnhof. Die EuroCity laufen über den Gotthard weiter Richtung Mailand, im Norden führt eine internationale Linie über Schaffhausen Richtung Stuttgart, ICE und TGV verkehren über Basel. Alle Angaben stammen aus dem offiziellen SBB-Liniennetzplan Fernverkehr, gültig ab 14.12.2025.
Betriebszeiten. Laut SBB ist der Bahnhof an 365 Tagen im Jahr in Betrieb, vom frühen Morgen bis in den späten Abend. Genaue Uhrzeiten der ersten und letzten Züge nennt die Seite nicht.
Flughäfen
In die Stadt. Züge fahren alle paar Minuten zum Hauptbahnhof, rund zehn Minuten.
Eigenheiten
- Im Sommer wird gebadet. Die Badis an See und Limmat sind öffentlich und günstig. Das Flussbad Oberer Letten ist im Sommer der Treffpunkt der Stadt.
- Mehrfahrtenkarte muss entwertet werden. Gedruckte Mehrfahrtenkarten für Tram, Bus und S-Bahn gelten laut ZVV erst nach dem Abstempeln am Automaten an der Haltestelle. Wer vor Fahrtantritt nicht entwertet, gilt bei einer Kontrolle als Schwarzfahrer, obwohl das Ticket bezahlt ist.
- 9-Uhr-Pass gilt am Wochenende ganztägig. Der günstige 9-Uhr-Tagespass ist unter der Woche laut ZVV erst ab 9 Uhr morgens gültig. An Wochenenden und Feiertagen gilt derselbe Pass dagegen ganztägig ohne jede Zeitbeschränkung.
Gut zu wissen
- Währung
- CHF Fr.
- Notruf
- 112
- Steckertyp
- J · C
- Zeitzone
- Europe/Zurich
- Verkehr
- rechts
Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h, Autobahn 120 km/h
Auf Autobahnen mit blauer Signalisation gelten 120 km/h, auf Autostrassen mit grüner Signalisation nur 100 km/h. Für die Nutzung von Autobahnen und Autostrassen ist unabhängig von der gefahrenen Strecke eine Jahresvignette an der Windschutzscheibe Pflicht, auch für eine einzige kurze Fahrt.
Trinkgeld. Bedienung ist inbegriffen. Aufrunden ist üblich, mehr nicht.
Maut. Für Autobahnen brauchst du eine Jahresvignette, digital oder als Kleber. Es gibt keine kürzere Laufzeit.