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Frankreich · Städtetrip

Städtetrip Marseille

Nicht jede Hafenstadt will gefallen. Marseille ist rau, laut und ehrlich, Meer statt Postkartenglätte, Alltag statt Kulisse. Wer sich darauf einlässt, bekommt eine Stadt mit Charakter, die nichts vorspielt und keinen Besuch inszeniert. Du musst nur ankommen, eine fertige Tagesroute ab der Metro übernimmt den Rest.

🗺️ Marseille interaktiv öffnen mit Karte & Navigation

Unser Rundgang durch Marseille

Der Weg startet am Vieux-Port, führt durch Street-Art-Viertel und Altstadt zur Festung am Wasser, hinauf zur Basilika und per Fähre aufs Meer. Das sind die Highlights.

Marseille zu Fuß mit Vieux-Port, Le Panier & Notre-Dame

Vom Vieux-Port über die Canebière und das Street-Art-Viertel Cours Julien zum Palais Longchamp, zurück ins alte Panier-Viertel mit Cathédrale de la Major, MuCEM und Fort Saint-Jean, über den Pharo hinauf zur Basilika Notre-Dame de la Garde. Dazu der Fischerhafen Vallon des Auffes und die Frioul-Inseln per Fähre.

  1. Vieux-Port (Alter Hafen). Der Alte Hafen ist seit 2.600 Jahren das Herz von Marseille, mit einem Wald aus Bootsmasten, dem morgendlichen Fischmarkt am Quai des Belges und L'Ombrière, dem spiegelnden Schattendach von Norman Foster. Ringsum Cafés und das Treiben der Stadt. Hunger? Ein paar Schritte hinter dem Südkai liegen Les Grandes Halles du Vieux-Port, ein Food-Court mit rund 15 Ständen von marseillaisisch bis libanesisch und großer Terrasse.
  2. La Canebière. Die berühmte Prachtstraße führt vom Hafen ins Stadtinnere. Einst das mondäne Schaufenster Marseilles, heute eine lebhafte Mischung aus Geschäften, Cafés und Markttreiben (Marché de Noailles).
  3. Cours Julien. Das alternative Künstlerviertel rund um den begrünten Cours Julien ist Marseilles Street-Art-Mekka, mit bunten Wandbildern in jeder Gasse, dazu Bars, Plattenläden und das Zentrum des Nachtlebens.
  4. Palais Longchamp. Der monumentale Wasserschloss-Palast krönt das Ende eines Aquädukts mit einer prächtigen Brunnenanlage und Kolonnaden. In den Flügeln das Kunstmuseum und das Naturkundemuseum, dahinter ein weitläufiger Park.
  5. MARSEILLE-Schriftzug. Am Nordufer des Alten Hafens, nahe dem historischen Rathaus (Hôtel de Ville), steht der große MARSEILLE-Schriftzug. Ein beliebter Fotopunkt mit dem Hafenpanorama und Notre-Dame de la Garde im Hintergrund.
  6. Fotospot im Panier. Eine der pittoresken, bunt bemalten Gassen des Panier (rund um die Rue de Beauregard), mit Street-Art, Topfpflanzen und Wäscheleinen vor verwitterten Fassaden. Eines der beliebtesten Fotomotive Marseilles.
  7. Le Panier. Das älteste Viertel Marseilles ist ein Labyrinth aus steilen Gassen, bunten Fassaden, Wäscheleinen und Street-Art. Mittendrin die Vieille Charité, ein barockes Hospiz mit Innenhof und Museen.
  8. Cathédrale de la Major. Die gewaltige Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert mit ihren grün-weiß gestreiften Kuppeln im byzantinisch-romanischen Stil thront am Wasser zwischen Panier und Hafen. Eine der größten Kirchen Frankreichs.
  9. MuCEM. Das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (MuCEM) ist Marseilles modernes Wahrzeichen, ein dunkler Betonkubus in einem filigranen Netz, über einen Steg mit dem Fort Saint-Jean verbunden. Tolle Dachterrasse mit Meerblick.
  10. Fort Saint-Jean. Die alte Festung von 1660 bewacht die Hafeneinfahrt gegenüber dem Fort Saint-Nicolas. Heute gehört sie zum MuCEM, mit mediterranen Gärten, Ausstellungen und einem grandiosen Rundblick über Hafen, Meer und Stadt.
  11. Parc du Pharo. Der Park rund um das Schloss Pharo liegt auf der Landzunge an der Hafeneinfahrt. Mit weiten Rasenflächen und einem der schönsten Blicke über den Vieux-Port. Ein beliebter Platz für den Sonnenuntergang.
  12. Notre-Dame de la Garde. Die Basilika 'La Bonne Mère' krönt mit ihrer vergoldeten Marienfigur den markanten Hügel hoch über der Stadt. Innen schimmern Mosaike und Schiffsmodelle, draußen öffnet sich der spektakulärste Rundblick über ganz Marseille und das Meer.
  13. Vallon des Auffes. Ein winziger Fischerhafen, versteckt unter einer Brücke an der Corniche, mit bunten Booten, Steinhäusern und ein paar legendären Fischrestaurants. Einer der pittoreskesten und fotogensten Flecken Marseilles.
  14. Frioul-Inseln & Château d'If. Vor der Küste liegen die kargen, weißen Frioul-Inseln mit Buchten zum Baden und Wandern. Auf dem Felseneiland davor steht das Château d'If, die Festung aus Alexandre Dumas' 'Graf von Monte Christo'.

So planst du deinen Besuch

Ein Tag reicht, zwei sind besser. Die Route ab dem Vieux-Port misst fünf Kilometer und nimmt in vierzehn Stationen den Panier, das MuCEM, Notre-Dame de la Garde und den kleinen Hafen Vallon des Auffes mit. Zur Basilika hinauf geht es steil, dafür liegt dir oben die ganze Stadt zu Füßen. Marseille poliert nichts, das ist Teil des Reizes. Vom Alten Hafen fahren Boote zu den Frioul-Inseln, und für den Abend stehen zwölf Adressen bereit.

Ausgehen & Nachtleben

Rooftop-Bars

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

Alle Stationen für Marseille in der App ansehen →

Infos zu Marseille

Nahverkehr

Betreiber. Die RTM, Régie des Transports Métropolitains, betreibt in Marseille selbst zwei Metrolinien, drei Straßenbahnlinien und das dichte Stadtbusnetz, dazu die kleine Fähre über den Alten Hafen. Ihr eigentliches Netz reicht bis Allauch, Plan-de-Cuques und Septèmes-les-Vallons. Wer weiter hinausfährt, etwa zum Flughafen, nach Aix-en-Provence oder an die Côte Bleue, bewegt sich im übergeordneten Tarifverbund der Métropole Aix-Marseille-Provence. Dort teilen sich mehrere Betreiber wie Aix en Bus, Pays d'Aix Mobilité oder die Flughafen-Navetten die vier farblich markierten Tarifzonen Ciel, Bleue, Jaune und Intégral.

Liniennetz. Zwei Metrolinien, Straßenbahnen und Busse, dazu Fähren im Alten Hafen.

Verkehrsmittel. Metro · Straßenbahn · Bus · Fähre

Betriebszeiten. Die beiden Metrolinien M1 und M2 fahren freitags bis sonntags von 4.50 bis 0.30 Uhr durch. Montags bis donnerstags schließt die Metro bereits gegen 21.30 Uhr, danach übernehmen die Ersatzbuslinien BM1A, BM1B und BM2 im Zehn-Minuten-Takt die Strecke bis Betriebsschluss. Die drei Straßenbahnlinien T1 bis T3 fahren täglich von 5.10 bis 1 Uhr. Die Abendbuslinien, darunter B1 bis B4, 19, 20, 23, 59, 72, 83, 145 sowie mehrere Linien im 500er-Nummernbereich, verkehren überwiegend bis 1 Uhr, einzelne wie die Linie 20 nur zwischen Juni und August bis 23 Uhr.

Nachtverkehr. In den Nächten von Donnerstag auf Freitag, Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag ergänzen die Linien N1 und N2 des Noctambus-Netzes den regulären Betrieb. Beide starten am Alten Hafen mit Abfahrten um 1.30, 2.30, 3.30 und 4.30 Uhr. Linie N1 fährt in den Süden zum Studentenviertel Luminy, Linie N2 zum Parkplatz Einstein. Unter der Woche, wenn die Metro schon gegen 21.30 Uhr schließt, übernehmen bis Betriebsschluss die Ersatzbuslinien BM1A, BM1B und BM2 im Zehn-Minuten-Takt die beiden Metrostrecken.

Ticketkauf. Fahrscheine gibt es an den Automaten in jeder Metro- und Tramstation, an den RTM-Verkaufsstellen und über die offizielle Bezahlfunktion an Bord. Wer keine aufladbare Chipkarte besitzt, kauft beim Busfahrer jederzeit ein einfaches Papierticket für eine Fahrt, dieses ist nicht wiederaufladbar. Die aufladbare Karte wird mit Beträgen von 0,70, 1,40, 5, 10 oder 20 Euro aufgeladen und ist für Vielfahrer günstiger als das Einzelticket am Automaten.

App und Bezahlen. RTM akzeptiert an sämtlichen Validatoren in Bus, Metro und Tram die kontaktlose Bankkarte als vollwertigen Fahrschein, ganz ohne vorherigen Kauf. Eine einzige Karte kann für bis zu fünf Fahrgäste gleichzeitig genutzt werden, dabei muss aber jede Person einzeln am Gerät einchecken und dies bei jedem Umstieg wiederholen. Daneben bietet die offizielle RTM-App Fahrplanauskunft und den Kauf von Fahrscheinen fürs Smartphone.

Welches Ticket. Auf der aufladbaren Chipkarte kostet eine Einzelfahrt 1,40 Euro, ein Zehnerpack 15 Euro plus 0,10 Euro Erstausstellungsgebühr, ein Zweierpack 3,40 Euro plus 0,10 Euro. Ohne Karte kostet das klassische Papierticket für eine Fahrt 1,70 Euro und ist rund um die Uhr beim Busfahrer erhältlich, dafür aber nicht wiederaufladbar. Ein Gruppenticket für bis zu vier Personen und eine gemeinsame Fahrt kostet 4,90 Euro. Bei den Zeitkarten kostet der Pass XL 24h 5,20 Euro, das entspricht gut drei Papiertickets, ab der vierten Fahrt ist er also günstiger. Der Pass XL 72h kostet 10,80 Euro, die 7-Tage-Karte auf der Chipkarte 15,50 Euro. Alle Tarife gelten seit 1. Juli 2026. Die kleine Fähre über den Alten Hafen und der Regionalzug zwischen den Marseiller Bahnhöfen sind laut RTM-Tarifordnung von den 24- und 72-Stunden-Pässen ausgenommen, dafür braucht es dort ein separates Einzelticket.

Tarifzonen. Innerhalb von Marseille, Allauch, Plan-de-Cuques und Septèmes-les-Vallons reicht ein normales RTM-Ticket für Bus, Metro und Tram. Für Fahrten in die Nachbarzone, etwa mit der Flughafen-Navette oder nach Aix-en-Provence, gilt ein eigener Fahrschein der jeweiligen Zone Jaune oder Bleue, RTM-Tickets gelten dort nicht automatisch mit.

Tipp. Die kleine Fähre quer über den Alten Hafen kostet fast nichts und spart einen langen Bogen.

Links

Anreise

Hauptbahnhof

Lage. Auf einer Anhöhe über der Stadt, eine große Freitreppe führt hinunter ins Zentrum.

Fernverkehr. Marseille Saint-Charles ist der zentrale Fernbahnhof der Stadt und liegt erhöht über dem Zentrum. TGV-Züge verbinden ihn direkt mit Paris, Lyon und weiteren französischen Großstädten, dazu kommen TER-Regionalzüge in die Provence. Die vollständige, tagesaktuelle Liste aller Fernverkehrsziele und Fahrzeiten ist nur über die Fahrplanauskunft von SNCF Connect einsehbar.

Betriebszeiten. Saint-Charles ist nachts zu. Die Halle öffnet frühmorgens, je nach Betreiberangabe zwischen 4.30 und 5 Uhr, und schließt kurz nach 1 Uhr, täglich und auch an Feiertagen. Für den ersten TGV nach Paris reicht das bequem, zum Übernachten im Bahnhof taugt es nicht.

Flughäfen

MRS

In die Stadt. Etwa 25 Minuten mit dem Shuttlebus direkt über die Autobahn zum Bahnhof Saint-Charles.

Taktung. Tagsüber zwischen 7 und 20 Uhr alle 10 Minuten, sonst alle 20 Minuten, insgesamt 101 Fahrten täglich in jede Richtung. Ab dem Bahnhof fährt der erste Bus um 3.30 Uhr, der letzte um 1.15 Uhr, ab dem Flughafen von 4.05 bis 1.50 Uhr, die letzte Verbindung nur von Mai bis Oktober.

Eigenheiten

Gut zu wissen

Währung
EUR €
Notruf
112
Steckertyp
C · E
Zeitzone
Europe/Paris
Verkehr
rechts

Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h, Autobahn 130 km/h (bei Regen 110 km/h)

Auf Landstraßen ohne Mittelstreifen gilt seit 2018 ein Limit von 80 km/h. Einzelne Départements haben es per Beschluss des Conseil départemental wieder auf 90 km/h angehoben, erkennbar an eigenen Schildern am Streckenanfang. Bei Regen sinkt das Tempo auf der Autobahn auf 110 km/h, innerorts bleibt es unverändert bei 50 km/h.

Trinkgeld. Service ist gesetzlich enthalten. Wer zufrieden ist, lässt ein paar Euro liegen, mehr nicht.

Maut. Die meisten Autobahnen kosten. Ticket ziehen, bei der Abfahrt zahlen, Karte wird überall genommen.

Zufahrt. In vielen Städten gelten Umweltzonen. Du brauchst eine Crit'Air-Plakette, die vorab online bestellt werden muss und per Post kommt. Ohne Plakette droht ein Bußgeld.

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