Städtetrip Porto
Granit und Azulejos, der Douro tief unten im Tal und der Portwein drüben am anderen Ufer. Porto lebt vom Auf und Ab. Vom Bahnhof São Bento geht es bergab durch die Altstadt, über die eiserne Brücke nach Gaia und abends hinauf zum schönsten Sonnenuntergang. Eine fertige Tagesroute legt dir die Reihenfolge hin.
🗺️ Porto interaktiv öffnen mit Karte & NavigationUnsere Rundgänge durch Porto
Fertige Routen ab der Station führen dich durch Porto, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.
Altstadt, Fluss & Portwein
Vom azulejo-verkleideten Bahnhof São Bento zur wehrhaften Kathedrale, hinauf auf die Torre dos Clérigos und in die berühmte Livraria Lello, dann bergab zum prunkvollen Palácio da Bolsa und ans bunte Flussufer Cais da Ribeira. Über die doppelstöckige Ponte Luís I nach Gaia zu den Portwein-Kellern und hinauf zum Miradouro da Serra do Pilar mit dem schönsten Sonnenuntergang.
- Bahnhof São Bento. Der Rundgang beginnt im Bahnhof selbst. Die Empfangshalle von São Bento ist mit rund 20.000 blau-weißen Azulejo-Kacheln ausgekleidet, die Szenen aus der portugiesischen Geschichte erzählen. Ein spektakulärer Auftakt. Am schönsten früh, bevor der Ansturm kommt.
- Sé do Porto (Kathedrale). Gleich beim Startpunkt thront die wehrhafte Kathedrale Sé aus dem 12. Jahrhundert wie eine Festung über der Altstadt. Von ihrer Terrasse hast du einen ersten weiten Blick über die Ziegeldächer hinunter zum Douro; der azulejo-geschmückte Kreuzgang lohnt den Eintritt.
- Torre dos Clérigos. Der 75 Meter hohe Barockturm der Clérigos-Kirche ist das Wahrzeichen der Skyline. Wer die 240 Stufen erklimmt, wird mit dem besten Rundblick über die Ziegeldächer der Altstadt bis hinunter zum Douro belohnt.
- Livraria Lello. Die Livraria Lello von 1906 gilt als eine der schönsten Buchhandlungen der Welt, mit geschnitztem Holz, einem Glasdach und der berühmten geschwungenen roten Wendeltreppe, die als Inspiration für Harry Potter gilt. Zeitticket vorab buchen. Ein früher Slot ist deutlich ruhiger.
- Palácio da Bolsa. Die alte Börse aus dem 19. Jahrhundert wird nur mit Führung gezeigt. Und die lohnt sich. Höhepunkt ist der Arabische Saal, ein prunkvoller Ballsaal im maurischen Stil mit vergoldeten Stuckornamenten nach dem Vorbild der Alhambra. Ticket am besten vorab.
- Cais da Ribeira. Am Cais da Ribeira erreichst du das Herz von Porto. Bunte, schmale Häuserfronten drängen sich am Wasser, dazwischen Lokale, Straßenmusik und der Blick auf die Brücke. Von hier legen die "Seis Pontes"-Bootstouren ab, die in ~50 Minuten unter allen sechs Douro-Brücken hindurchfahren.
- Ponte Luís I. Die doppelstöckige Eisenbrücke von 1886, entworfen von einem Schüler Gustave Eiffels, verbindet Porto mit Gaia. Auf dem oberen Deck läufst du zu Fuß (neben der Metro) hoch über dem Fluss hinüber. Der Blick zurück auf die Ribeira ist einer der schönsten der Stadt.
- Caves Cálem. Auf der Gaia-Seite lagern in kühlen Kellern die Portwein-Fässer der großen Häuser. Bei Cálem führt dich eine Tour durch die Geschichte des Portweins und endet mit einer Verkostung, oft begleitet von einem kleinen Fado-Konzert. Tour mit Tasting am besten vorab buchen. Danach lohnt ein kurzer Schlenker am Gaia-Ufer entlang. Zwei Gehminuten weiter klettert der riesige Half Rabbit von Bordalo II über eine Hausecke. Ein Hase, komplett aus recyceltem Müll gebaut.
- Miradouro da Serra do Pilar. Zum Abschluss der beste Blick auf Porto. Vom Miradouro an der runden Klosterkirche Serra do Pilar überblickst du die ganze Altstadt, den Douro und die Ponte Luís I in einem Bild. Am schönsten am späten Nachmittag, wenn das goldene Licht über die Stadt fällt. Gleich nebenan bringt dich die Metro zurück.
So planst du deinen Besuch
Ein Tag reicht, zwei wenn du über den Fluss willst. Die Route ab dem Bahnhof São Bento misst 3,5 Kilometer und geht fast durchweg bergab, von der Kathedrale über den Clérigos-Turm und die Livraria Lello hinunter an die Ribeira. Über die Ponte Luís I kommst du zu den Portweinkellern und zum Aussichtspunkt an der Serra do Pilar. Zieh feste Schuhe an, das Pflaster ist glatt und die Gassen sind steil. Sieben Abendtipps liegen bereit, und das Douro-Tal lohnt einen ganzen Tag.
Ausgehen & Nachtleben
Rooftop-Bars
- 17º Rooftop (Hotel Dom Henrique). Bar im 17. Stock über der Innenstadt mit weitem Blick über die Ziegeldächer, die Torre dos Clérigos und den Douro. Besonders schön zur blauen Stunde.
Ausgehviertel
- Galeria de Paris & Cândido dos Reis. Die Ausgehmeile schlechthin nahe der Torre dos Clérigos, mit Bars, alten Kramladen-Kneipen und Clubs dicht an dicht. Abends voller Leben bis spät.
- Cais de Gaia (Flussufer). Am Gaia-Ufer gegenüber der Ribeira reihen sich Portwein-Lodges, Bars und Restaurants mit Terrassen direkt am Wasser. Sundowner mit Blick auf die beleuchtete Altstadt.
Essen & Restaurants
- Café Santiago (Francesinha). Portos berühmtestes Lokal für die Francesinha. Ein üppig belegtes Sandwich unter geschmolzenem Käse und würziger Bier-Tomaten-Soße. Deftig, legendär, oft mit Schlange.
- Restaurants an der Ribeira. Direkt am Flussufer unter den bunten Häuserfronten servieren die Lokale gegrillten Fisch, Bacalhau und lokalen Wein. Touristisch, aber mit unschlagbarer Lage am Wasser.
Bars & Clubs
- Rua da Galeria de Paris (spät). Wenn die Bars voll sind, zieht es alle in die Clubs und Spätbars rund um die Galeria de Paris und die Rua de Cândido dos Reis. Hier geht es bis in den Morgen.
Bühne & Konzerte
- Casa da Música. Der kühne Konzertbau von Rem Koolhaas nördlich des Zentrums ist Portos Musik-Wahrzeichen. Klassik, Jazz und Weltmusik in spektakulärer Architektur.
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Infos zu Porto
Nahverkehr
Betreiber. Der Nahverkehr der Metropolregion Porto verteilt sich auf mehrere Betreiber. Metro do Porto betreibt sechs Stadtbahnlinien (A bis F) sowie die Standseilbahn Funicular dos Guindais. STCP (Sociedade de Transportes Colectivos do Porto) betreibt das städtische Busnetz und die drei historischen Straßenbahnlinien. CP (Comboios de Portugal) fährt die Regional- und Fernzüge, unter anderem ab Porto Campanhã und São Bento. Für Fahrscheine von Metro und Bus gilt in der gesamten Metropolregion der gemeinsame Tarifverbund Andante, dessen Zoneneinteilung von der Verkehrsbehörde der Metropolregion Porto (AMP) festgelegt wird.
Liniennetz. Sechs Metrolinien, Busse und drei historische Straßenbahnlinien.
Verkehrsmittel. Metro (Stadtbahn) · Bus · historische Straßenbahn · Standseilbahn · Regionalzug
Betriebszeiten. Jede der sechs Metrolinien hat eine eigene erste und letzte Fahrt. Werktags startet Linie A ab Estádio do Dragão um 5:54 Uhr, die letzte Fahrt ab Senhor de Matosinhos ist um 1:00 Uhr. Linie B startet ab Póvoa de Varzim um 5:44 Uhr, letzte Fahrt dort 0:27 Uhr. Linie C startet ab Campanhã um 5:49 Uhr, letzte Fahrt ab ISMAI 0:25 Uhr. Linie D startet an beiden Endpunkten (Hospital São João und Vila d'Este) um 6:00 Uhr, letzte Fahrt gegen 1:03 Uhr. Linie E, die Flughafenlinie, startet ab Trindade um 5:58 Uhr, die letzte Fahrt ab dem Flughafen ist um 0:42 Uhr. Linie F startet ab Fânzeres um 5:59 Uhr, letzte Fahrt ab Senhora da Hora 0:26 Uhr. An Sonn- und Feiertagen beginnt der Betrieb etwas später, an Samstagen ist er dem Werktag ähnlich. STCP-Buslinien verkehren überwiegend zwischen 6 und 21 Uhr, einzelne Linien länger.
Nachtverkehr. STCP betreibt unter dem Namen Rede da Madrugada ein eigenes Nachtbusnetz mit rund 13 Linien (1M bis 13M). Zentraler Ausgangspunkt ist die Avenida dos Aliados, von dort fächern die Linien unter anderem Richtung Matosinhos, Hospital São João, Flughafen und Maia auf. Die Metro selbst fährt keine durchgehende Nacht-U-Bahn, einzelne Linien verkehren aber bis nach ein Uhr morgens.
Ticketkauf. Die aufladbare Andante Azul-Karte sowie Tages- und Touristenkarten sind an den Automaten in jeder Metro-Station erhältlich, außerdem im städtischen Verkaufsstellennetz der Linha Andante. Für Busse ohne vorab gekaufte Andante-Karte verkauft der Fahrer beim Einstieg ein Bordticket. Die Andante-Karte muss vor jeder Fahrt und bei jedem Umstieg zwischen Fahrzeugen neu an den Lesegeräten validiert werden, ein einmal entwerteter Fahrschein gilt jeweils nur für ein Fahrzeug.
App und Bezahlen. Beim Bus kann das Bordticket laut STCP bar, per MB WAY oder kontaktlos mit Bank- oder Kreditkarte bezahlt werden. Für die Metro und für aufgeladene Andante-Fahrten ist weiterhin die physische Andante-Karte nötig, eine offizielle App zum direkten Bezahlen einzelner Metro-Fahrten ist auf den geprüften Seiten nicht genannt.
Welches Ticket. Wer gelegentlich fährt, kauft die aufladbare Andante Azul-Karte für einmalig 0,60 € Pfand und lädt darauf einzelne Fahrten. Der Preis richtet sich nach der Zahl der durchquerten Tarifzonen Z2 bis Z9, von 1,40 € (Z2) bis 4,65 € (Z9) je Fahrt. Wer 10 Fahrten derselben Zone kauft, erhält eine 11. gratis dazu. Die Andante 24 gilt 24 Stunden ab der ersten Entwertung für die gewählte Zonenzahl und kostet 5,35 € (Z2) bis 17,30 € (Z9), zuzüglich 0,60 € Kartenpfand, das entspricht in Zone Z2 etwa 3,8 Einzelfahrten (4 Einzelfahrten Z2 kosten 5,60 €). Für Besucher gibt es zusätzlich die nicht aufladbare Andante Tour, die für 24 Stunden 7,75 € beziehungsweise für 72 Stunden 16,55 € unbegrenzte Fahrten auf dem gesamten Andante-Netz erlaubt, einschließlich aller Zonen. Ein Bus-Einzelticket direkt beim Fahrer kostet pauschal 2,50 € unabhängig von der Zonenzahl.
Tarifzonen. Der Großraum Porto ist in die Tarifzonen Z2 bis Z9 gegliedert, der Preis richtet sich nach der Zahl der durchquerten Zonen. Die nötige Zonenzahl für eine Strecke zeigt der Online-Zonenzähler oder die Zielortliste an der Einstiegsstation.
Tipp. Die Standseilbahn Funicular dos Guindais spart den steilen Weg vom Fluss zur Kathedrale.
Links
- Metro do Porto – Preço (Tarife)
- Metro do Porto – Como usar (Validierungsregeln)
- Metro do Porto – Contar as Zonas (Zonenzähler)
- Metro do Porto – Horários e Frequências
- STCP – Tarifário
- STCP – Linhas e Horários
- ANA/Porto Airport – Transportes Públicos
- Netzplan
Anreise
Hauptbahnhof
Lage. Fernbahnhof im Osten. Der berühmte Kachelbahnhof São Bento liegt im Zentrum und bedient den Nahverkehr.
Fernverkehr. Alle Alfa Pendular und Intercidades halten in Campanhã, nicht am Innenstadtbahnhof São Bento. Richtung Süden führen sie über Aveiro und Coimbra-B nach Lissabon Oriente und Santa Apolónia, zwei Alfa-Pendular-Paare am Tag laufen durch bis Faro in der Algarve. Nordwärts bedienen Alfa Pendular und Intercidades Braga, dazu kommen Intercidades nach Guimarães und über Viana do Castelo nach Valença. Grenzüberschreitend fährt der Celta zweimal täglich nach Vigo-Guixar in Galicien, mit Halt in Nine, Viana do Castelo und Valença.
Betriebszeiten. Der Fernverkehr startet früh. Werktags verlässt der erste Alfa Pendular Porto Campanhã um 5.40 Uhr Richtung Lissabon und Faro. Nach Süden fährt der letzte Fernzug um 20.40 Uhr, nach Braga der letzte Intercidades um 22.45 Uhr. Der letzte Zug aus Lissabon läuft um 1.13 Uhr ein.
Flughäfen
In die Stadt. Metrolinie E braucht von Trindade im Zentrum bis zum Flughafen laut Fahrplan rund 28 Minuten.
Taktung. Werktags alle 15 Minuten zwischen 7 und 20 Uhr, sonst alle 20 bis 30 Minuten. Erste Fahrt ab Flughafen werktags 6:06 Uhr, letzte 0:42 Uhr.
Eigenheiten
- Portwein liegt am anderen Ufer. Die Kellereien stehen in Vila Nova de Gaia, nicht in Porto. Über die Ponte Luís I sind es zehn Minuten zu Fuß.
- Andante-Karte bei jedem Umstieg neu validieren. Die Andante-Karte gilt laut Metro do Porto jeweils nur für ein Fahrzeug. Bei jedem Wechsel, auch zwischen Metro und Bus, muss sie erneut an einem Lesegerät validiert werden, eine einmal entwertete Karte deckt keinen Umstieg automatisch ab.
- Gepäckschließfächer an der zentralen Metro-Station Trindade. Metro do Porto verlinkt auf seiner offiziellen Seite einen Schließfach-Anbieter direkt an der Station Trindade, dem wichtigsten Umsteigeknoten im Zentrum. Praktisch für den Abreisetag, wenn das Hotelzimmer schon geräumt ist.
Gut zu wissen
- Währung
- EUR €
- Notruf
- 112
- Steckertyp
- C · F
- Zeitzone
- Europe/Lisbon
- Verkehr
- rechts
Tempolimits. innerorts 50 km/h (in Shared-Space-Zonen mit Fußgängervorrang nur 20 km/h), außerorts 90 km/h auf normalen Landstraßen, 100 km/h auf eigens für Autos und Motorräder reservierten Straßen (vias reservadas), Autobahn 120 km/h, Mindesttempo 50 km/h
Portugal kennt zwischen Landstraße und Autobahn eine eigene Straßenkategorie namens vias reservadas a automóveis e motociclos mit 100 km/h. Diese Straßen sehen oft wie Autobahnen aus, sind es rechtlich aber nicht, und wer dort mit 120 fährt, überschreitet das Limit. Auf echten Autobahnen gilt zusätzlich eine Mindestgeschwindigkeit von 50 km/h, deren Unterschreitung ebenfalls mit Bußgeld belegt wird. Innerorts gilt in verkehrsberuhigten Zonas de coexistência nur Schritttempo von 20 km/h.
Trinkgeld. Kein Muss. Aufrunden oder fünf Prozent bei gutem Service.
Maut. Viele Autobahnen haben keine Mautstellen, sondern erfassen das Kennzeichen elektronisch. Mit ausländischem Kennzeichen musst du dich vorher registrieren oder ein Gerät mieten, sonst wird es kompliziert.
Zufahrt. Lissabon hat eine Umweltzone im Zentrum, gestaffelt nach Zulassungsjahr.