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Österreich · Städtetrip

Städtetrip Innsbruck

Kaum eine Altstadt hat so eine Kulisse. Zweitausend Meter Fels stehen direkt hinter den Dächern. Unten glänzt das Goldene Dachl, daneben stehen die Schwarzen Mander, und die Bahn bringt dich aus der Stadt hinauf auf die Nordkette. Eine fertige Tagesroute ab der Maria-Theresien-Straße endet an der Bergisel-Schanze.

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Unsere Rundgänge durch Innsbruck

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Innsbruck, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

Altstadt, Nordkette & Bergisel

Von der Maria-Theresien-Straße mit der Annasäule und dem Bergpanorama in die Altstadt zum Goldenen Dachl und zur Hofkirche mit den Schwarzen Mandern. Weiter an die bunte Häuserzeile am Inn, mit den Nordkettenbahnen in gut 20 Minuten hinauf auf 2256 Meter und am Nachmittag mit der Tram zur Bergisel-Schanze.

  1. Maria-Theresien-Straße. Der Rundgang beginnt auf der breiten Prachtstraße, die Innsbruck sein Postkartenmotiv gibt. In der Mitte steht die Annasäule von 1706, ganz hinten schiebt sich die Nordkette wie eine 2000 Meter hohe Wand über die Dächer. Ringsum barocke Fassaden, Cafés und am südlichen Ende die Triumphpforte.
  2. Goldenes Dachl. 2657 vergoldete Kupferschindeln glänzen über einem Prunkerker, den Maximilian I. um 1500 an sein Stadthaus setzen ließ. Von hier aus verfolgte der Kaiser die Turniere auf dem Platz. Der Erker ist von außen jederzeit zu sehen; dahinter erzählt ein kleines Museum von Maximilian und seiner Zeit.
  3. Stadtturm. Der Stadtturm steht direkt neben dem Goldenen Dachl und war im 15. Jahrhundert der Wachturm der Stadt. Von hier oben hielten Türmer nach Feuern und Feinden Ausschau. 148 Stufen führen auf die Galerie in gut dreißig Metern Höhe, und der Aufstieg lohnt sich, weil du hier den Rundumblick bekommst, den du unten in den Gassen nie hast. Auf der einen Seite die verschachtelten Altstadtdächer und das Goldene Dachl von oben, auf der anderen die Nordkette, die direkt hinter der Stadt in die Höhe schießt. Die grüne Zwiebelhaube kam erst im 16. Jahrhundert dazu, davor saß dort ein spitzes gotisches Dach.
  4. Hofkirche mit den Schwarzen Mandern. In der Hofkirche stehen 28 überlebensgroße Bronzefiguren Spalier um das Grabmal Maximilians I. Vorfahren, Verwandte und Helden, von den Innsbruckern nur die "Schwarzen Mander" genannt. Der Kaiser selbst liegt gar nicht darin; das leere Prunkgrab ist trotzdem eines der eindrucksvollsten Denkmäler der Renaissance nördlich der Alpen.
  5. Bunte Häuserzeile Mariahilf. Das meistfotografierte Motiv der Stadt liegt am anderen Innufer, eine Reihe schmaler Häuser in Pastellgelb, Rosa und Türkis, dahinter die grauen Felswände der Nordkette. Fotografiert wird vom Ufer beim Marktplatz aus, am besten am späten Vormittag, wenn die Fassaden im Licht stehen.
  6. Nordkettenbahnen. Von der Talstation Congress mitten in der Stadt zieht dich die Hungerburgbahn durch Zaha Hadids geschwungene Stationen den Hang hinauf, danach führen zwei Seilbahnen weiter bis zur Hafelekar auf 2256 Metern. In gut 20 Minuten stehst du aus der Altstadt heraus im Hochgebirge und schaust fast senkrecht auf Innsbruck hinunter. Plan gut drei Stunden ein. Und nimm eine Jacke mit, oben ist es deutlich kälter. Nachmittagstickets sind günstiger.
  7. Bergisel-Schanze. Zum Abschluss Zaha Hadids Sprungschanze hoch über der Stadt. Ein Lift bringt dich in den Turm, oben liegen Panoramaterrasse und Restaurant über dem Anlauf, ringsum das Inntal und die Berge. Ehrlich gesagt siehst du vom Aussichtsdeck den Schanzentisch nicht. Dafür musst du eine Ebene tiefer ins Restaurant.

So planst du deinen Besuch

Ein Tag reicht. Die Route ab der Maria-Theresien-Straße misst nur zwei Kilometer und verbindet das Goldene Dachl, den Stadtturm und die Hofkirche mit den Schwarzen Mandern. Danach folgen die bunte Häuserzeile in Mariahilf, die Nordkettenbahn und die Bergisel-Schanze. Mit der Bahn bist du in gut zwanzig Minuten aus der Altstadt auf zweitausend Metern, das gibt es sonst nirgends in Europa. Fünf Abendtipps liegen bereit, dazu Schloss Ambras und die Kristallwelten für einen zweiten Tag.

Ausgehen & Nachtleben

Rooftop-Bars

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

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Infos zu Innsbruck

Nahverkehr

Betreiber. Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) betreiben 23 Bus- und Straßenbahnlinien im Stadtgebiet sowie die Hungerburgbahn als Standseilbahn. Für Fahrten über die Stadtgrenze hinaus, etwa nach Igls, Hall in Tirol oder ins weitere Umland, gilt der Tarifverbund VVT (Verkehrsverbund Tirol), der die Tickets von IVB und den Regionalbussen bündelt.

Liniennetz. Straßenbahnen und Busse, dazu die Hungerburgbahn von Zaha Hadid hinauf auf die Nordkette.

Verkehrsmittel. Bus · Straßenbahn · Standseilbahn (Hungerburgbahn)

Betriebszeiten. Innsbruck fährt früh los. An einem normalen Werktag verlässt die erste Tram den Hauptbahnhof gegen 4.40 Uhr, kurz danach folgen die Linien 2 und 3, die Stadtbusse starten grob zwischen 4.30 und 5.30 Uhr. Tagsüber ist das Netz dicht getaktet, auf den Tramlinien 2, 3 und 5 kommt im Zentrum alle paar Minuten ein Fahrzeug. Am Abend dünnt es sich gestaffelt aus. Die Stadtbusse hören meist zwischen 22.30 und 22.45 Uhr auf, die Straßenbahnen halten länger durch, die letzten Kurse ab Hauptbahnhof gehen kurz vor Mitternacht. Wer später unterwegs ist, steigt auf die Nightliner um oder ruft das Anrufsammeltaxi, das im gesamten Stadtgebiet zwischen 23 und 6 Uhr fährt. Die genauen ersten und letzten Fahrten unterscheiden sich je Linie und Richtung, ein Blick in die IVB-Fahrplanauskunft lohnt sich deshalb vor der Rückfahrt.

Nachtverkehr. Der Nightliner ist das nächtliche Rückgrat des IVB-Netzes, alle regulären IVB-Tickets (Einzelfahrt, 24-Stunden-Karte, Wochen- und Monatskarte) gelten auch dort. Exakte Linienführung, Abfahrtszeiten und Betriebstage nennt die IVB-Seite nicht direkt, sie verweist auf die Fahrplanauskunft von VVT. Ergänzend fährt ein Anrufsammeltaxi in Hötting und St. Nikolaus von 20 bis 6 Uhr, im übrigen Stadtgebiet von 23 bis 6 Uhr. Ein Frauennachttaxi verkehrt von 22 bis 4 Uhr.

Ticketkauf. Einzeltickets und Zeitkarten sind erhältlich am Ticketautomaten an vielen Haltestellen, an Parkscheinautomaten mit IVB-Logo, im Online-Ticketshop unter tickets.ivb.at, in den Apps IVB Tickets und wegfinder, an Vorverkaufsstellen sowie im IVB-KundInnencenter (Mo-Fr 7:30-18:00, Tel. +43 512 53 07-500). Ob ein Kauf direkt beim Fahrpersonal möglich ist, führt die offizielle Kanal-Liste der IVB nicht auf.

App und Bezahlen. Zwei Apps decken den Ticketkauf ab, IVB Tickets für das Stadtnetz und wegfinder als regionaler Routenplaner mit Ticketfunktion für VVT-weite Fahrten. Beide verkaufen Tickets zum Sofortstart fürs Smartphone. An den Ticketautomaten und im Online-Ticketshop ist Kartenzahlung möglich, ob die Automaten kontaktloses Bezahlen per Karte oder Smartphone unterstützen, war auf der offiziellen Seite nicht einzeln bestätigt.

Welches Ticket. Das Einzelticket kostet 3,30 Euro, ermäßigt 2,20 Euro (Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche bis 20, Studierende, Lehrlinge, Menschen mit Behinderung, Personen ab 65), gültig 45 Minuten als Papierticket beziehungsweise 90 Minuten in der App. Die 24-Stunden-Karte kostet 7,30 Euro, ermäßigt 5,10 Euro, eine Familien-Tageskarte für 2 Erwachsene und 3 Kinder 10,80 Euro. Die 24-Stunden-Karte kostet damit so viel wie 2,2 Einzeltickets. Das 8er-Ticket kostet 19,10 Euro, ermäßigt 15,40 Euro, ist übertragbar und lässt sich auf mehrere Personen aufteilen, macht eine Einzelfahrt damit ab 2,39 Euro. Für längere Aufenthalte gibt es das Wochenticket Innsbruck für 28,40 Euro. Alle genannten Preise gelten für die Tarifzone Innsbruck-Stadt.

Tarifzonen. Für die Innenstadt und die üblichen Routen innerhalb Innsbrucks reicht die Zone Innsbruck-Stadt. Erst bei Fahrten ins Umland, etwa nach Igls oder Hall in Tirol, braucht es ein Tirol-weites VVT-Ticket wie das Wochenticket Tirol.

Tipp. Die Hungerburgbahn startet mitten in der Stadt und ist in zwanzig Minuten auf zweitausend Metern.

Links

Anreise

Hauptbahnhof

Lage. Östlich des Zentrums, zehn Minuten zu Fuß zur Maria-Theresien-Straße.

Fernverkehr. Der Hauptbahnhof ist der Fernverkehrsknoten Westösterreichs. Stündlich verkehren Railjet und Railjet Xpress Richtung Osten nach Salzburg, Linz, Wien Hauptbahnhof und Flughafen Wien, einzelne Kurse laufen bis Budapest oder Bratislava. In die Gegenrichtung führen sie über den Arlberg nach Feldkirch, Bregenz und weiter nach Zürich. Nach Deutschland gibt es mehrmals täglich Railjet-Verbindungen nach München sowie einen ICE nach Berlin, dazu bedient die private Westbahn den Weg nach Wien Westbahnhof. Nach Süden startet am Hauptbahnhof die Brennerbahn mit Zügen nach Bozen, Verona, Venedig, Bologna und Ancona. Nachts halten Nightjet und EuroNight, unter anderem nach Hamburg, Amsterdam, Wien, Graz, Budapest, Zagreb und Zürich. Ergänzt wird das Ganze durch REX- und Cityjet-Xpress-Züge ins Inn- und Wipptal.

Betriebszeiten. Der Warteraum im Innsbrucker Hauptbahnhof ist rund um die Uhr offen, nachts kommen ohnehin Nightjets durch. Die Fahrkartenschalter arbeiten täglich von 6.30 bis 20.30 Uhr, der Infopoint Montag bis Samstag ab 7 Uhr und sonntags ab 8 Uhr. Erste Fernzüge fahren gegen 4.35 Uhr, der letzte Railjet kurz nach 22 Uhr.

Flughäfen

INN

In die Stadt. Bus F braucht rund 20 Minuten vom Hauptbahnhof zum Flughafen-Terminal.

Eigenheiten

Gut zu wissen

Währung
EUR €
Notruf
112
Steckertyp
C · F
Zeitzone
Europe/Vienna
Verkehr
rechts

Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 100 km/h, Autobahn 130 km/h

Anders als in Deutschland gilt auf Autobahnen durchgehend eine feste Grenze von 130 km/h, unbegrenzte Abschnitte gibt es nicht. Das Freilandtempo von 100 km/h zählt EU-weit zu den höchsten Werten, nur Deutschland und einzelne irische Straßen erlauben ebenso viel.

Trinkgeld. Fünf bis zehn Prozent, beim Zahlen aufgerundet.

Maut. Auf Autobahnen und Schnellstraßen brauchst du eine Vignette, digital oder als Klebeplakette. Für einzelne Tunnel und Pässe kommt eine Sondermaut dazu.

Zufahrt. Einzelne Abschnitte und Städte haben Fahrverbote nach Abgasnorm, ausgeschildert als IG-L-Strecken.

Weitere Städte

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