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Städtetrip Venedig

Auf Holzpfähle ins Lagunenwasser gebaut, in den Gassen ohne Autos. Am Markusplatz glänzen die Goldmosaiken des Doms, am Canal Grande reihen sich Palastfassaden, hinter der Rialtobrücke beginnt das Gassenlabyrinth. Zwei fertige Tagesrouten sortieren alles, vom Fischmarkt im Morgengrauen bis Santa Maria della Salute.

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Unsere Rundgänge durch Venedig

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Venedig, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

San Marco, Dogenpalast & Rialto

Der erste Tag gehört dem alten Machtzentrum, mit dem Markusplatz früh am Morgen, den Goldmosaiken des Doms, dem Rundblick vom Campanile über Dächer und Lagune und den Prunksälen des Dogenpalasts mit dem Weg über die Seufzerbrücke. Danach durch die Gassen von Castello zur skurrilsten Buchhandlung Europas und zum Schluss an die Rialtobrücke.

  1. Piazza San Marco. Napoleon soll ihn den schönsten Salon Europas genannt haben, und bis heute ist er der einzige Platz Venedigs, der Piazza heißen darf. Alle anderen sind nur Campi. Drei Seiten Arkaden, an der vierten der Dom, dazwischen der freistehende Campanile. Komm früh. Vor 8 Uhr hast du den Platz fast für dich, ab 10 Uhr ist er ein einziges Gedränge. Bei Hochwasser steht hier als Erstes das Wasser, dann laufen alle auf schmalen Stegen. Ein Bild, das du nicht vergisst. Und wenn du den Platz durch die Gassen Richtung Rialto verlässt, lohnt ein Schlenker zum Campo Manin. In einem Hof dahinter versteckt sich die Scala Contarini del Bovolo, eine Wendeltreppe von um 1500 mit Loggia über den Dächern.
  2. Markusdom. Der Markusdom ist keine normale Kirche, sondern byzantinische Pracht in Stein, mit fünf Kuppeln nach dem Vorbild von Konstantinopel und innen rund 8000 Quadratmetern Goldmosaik, die im Dämmerlicht zu glühen anfangen. Die Gebeine des Evangelisten Markus wurden 828 aus Alexandria hierher geschmuggelt, der Legende nach unter Schweinefleisch versteckt, damit die Zöllner nicht nachsahen. Nimm das Kombiticket mit Museum und Loggia. Oben stehst du neben den vier Bronzepferden und schaust über den ganzen Platz. Ohne Zeitticket wartest du lange, und große Rucksäcke musst du vorher abgeben.
  3. Campanile di San Marco. Der Glockenturm ist knapp 99 Meter hoch und liefert den besten Rundblick der Stadt. Und zwar mit dem Aufzug, keine Treppe. Oben siehst du das ganze Fischgrätenmuster der Dächer, die Lagune und San Giorgio Maggiore auf seiner eigenen Insel gegenüber. Kurios. Die Kanäle siehst du von hier oben kaum, die Häuser verdecken sie fast alle. 1902 stürzte der Turm komplett in sich zusammen und wurde bis 1912 originalgetreu wieder aufgebaut, dov'era e com'era, wo er war und wie er war.
  4. Dogenpalast. Der rosa-weiße Palast war Regierungssitz, Gerichtshof und Gefängnis der Republik in einem. Innen führen die Prunksäle zum Sala del Maggior Consiglio, wo Tintorettos Paradies eine komplette Wand einnimmt. Eines der größten Leinwandgemälde der Welt. Vom Palast geht es über die Seufzerbrücke hinüber in die alten Kerker, und du schaust durch dieselben vergitterten Fenster wie damals die Häftlinge. Wenn du mehr willst, zeigt die Führung Itinerari Segreti Verhörräume, Folterkammer und die Bleikammern unter dem Dach, aus denen Casanova ausgebrochen ist.
  5. Seufzerbrücke (von außen). Von der Ponte della Paglia am Ufer siehst du die weiße Brücke frontal zwischen Palast und Gefängnis hängen. Den romantischen Namen erfand erst Lord Byron im 19. Jahrhundert. Die Seufzer sollten die der Verurteilten sein, die durch die kleinen Fenster den letzten Blick auf die Lagune warfen. Tatsächlich saßen dahinter meist Kleinkriminelle ein, ganz so dramatisch war es selten. Der Platz zum Fotografieren ist eng und immer voll, also kurz ranstellen, Bild machen und weiter.
  6. Libreria Acqua Alta. Die wahrscheinlich verrückteste Buchhandlung Europas. Die Bücher liegen in Gondeln, Badewannen und Plastikwannen, damit sie beim Hochwasser nicht absaufen. Im Hinterhof hat der Besitzer aus vollgesogenen Bänden eine Treppe gebaut, von der aus du über die Mauer auf den Kanal schaust. Genau dafür kommen alle her. Dazwischen streunen Katzen durch die Regale, und irgendwo findest du dann doch ein Buch. Es ist eng und selten leer, aber ein kurzer Stopp lohnt sich.
  7. Rialtobrücke. Bis 1854 war der Rialto der einzige feste Übergang über den Canal Grande, davor gab es hier nacheinander mehrere Holzbrücken. Die heutige Steinbrücke von 1591 galt als Wagnis. Rund 12.000 eingerammte Pfähle tragen sie, und Zeitgenossen wetteten offen auf den Einsturz. Auf dem Rücken sitzen kleine Läden, entsprechend voll ist es oben. Der schönere Blick ist ohnehin von unten, vom Ufer oder von der Fondamenta del Vin. Wenn du sie leer erleben willst, musst du bei Sonnenaufgang da sein.

Rialto-Markt, Accademia & Dorsoduro

Der zweite Tag beginnt früh am Fischmarkt von Rialto, führt über die Accademia-Brücke zu den beiden großen Museen von Dorsoduro. Venezianische Malerei bei Bellini und Tizian, Moderne bei Peggy Guggenheim. Und endet an der weißen Kuppelkirche Santa Maria della Salute. Zum Abschluss fährst du den Canal Grande gemütlich mit dem Vaporetto ab.

  1. Rialto-Markt. Hier wird seit rund tausend Jahren gehandelt, und der Fischmarkt unter den Arkaden ist immer noch der echte Markt der Venezianer und nicht die Kulisse dafür. Auf dem Eis liegen Dinge, die du sonst nie siehst, darunter Seespinnen, Sepien mit ihrer Tinte, winzige Moleche, also Krebse in der Häutungsphase. Komm früh, gegen Mittag wird abgebaut, und der Fischmarkt bleibt sonntags und montags ganz zu. Nebenan der Obst- und Gemüsemarkt und ein paar Bacari, in denen das erste Glas Wein schon um neun Uhr völlig normal ist.
  2. Gallerie dell'Accademia. Die Accademia zeigt die venezianische Malerei von den Anfängen bis ins 18. Jahrhundert, und das ist deutlich mehr als Museumspflicht. Bellini, Carpaccio, Giorgione, Tizian, Tintoretto und Veronese hängen hier in einer Dichte wie nirgends sonst. Berühmt ist Veroneses riesiges Gastmahl im Hause Levi, das ursprünglich ein Abendmahl war. Der Inquisition waren die Zwerge, Hunde und Betrunkenen darauf zu viel, also benannte er das Bild kurzerhand um. Auch Leonardos vitruvianischer Mensch gehört zur Sammlung, wird aber nur selten gezeigt. Plan mindestens anderthalb Stunden ein, montags ist zu. Danach sind es nur ein paar Schritte südwärts bis zu den Zattere, der langen Sonnenpromenade am Giudecca-Kanal. Nachmittags steht die Sonne hier genau richtig.
  3. Peggy Guggenheim Collection. Peggy Guggenheim kaufte 1949 den nie fertig gebauten Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande und wohnte dort dreißig Jahre mit ihrer Sammlung. Heute hängen Pollock, Picasso, Ernst, Magritte, Kandinsky und Dalí in Wohnzimmergröße statt in Museumshallen. Eine der besten Sammlungen der klassischen Moderne in Europa. Im Skulpturengarten liegt sie selbst begraben, direkt neben ihren Hunden. Auf der Terrasse zum Kanal steht Marino Marinis Reiter, und den Blick über das Wasser bekommst du gratis dazu.
  4. Santa Maria della Salute. Die weiße Kuppelkirche an der Spitze von Dorsoduro ist das Dankeschön der Stadt an die Madonna, nachdem die Pest 1630 rund ein Drittel der Bevölkerung getötet hatte. Sie steht auf rund 100.000 eingerammten Holzpfählen, anders würde der weiche Untergrund das Gewicht nicht tragen. Innen ist sie überraschend hell und schlicht, in der Sakristei hängen Werke von Tizian und Tintorettos Hochzeit zu Kana. Jedes Jahr am 21. November baut die Stadt eine Pontonbrücke über den Canal Grande und die Venezianer pilgern zu Fuß herüber. Das Fest della Salute, einer der wenigen Tage, an denen die Kirche wirklich ihnen gehört.
  5. Vaporetto Linie 1 (Canal Grande). Statt einer teuren Gondelfahrt tuckert die Linie 1 den kompletten Canal Grande entlang und hält an fast jeder Station. Du fährst an rund 170 Palästen vorbei, die alle ihre Schauseite zum Wasser haben, weil der Kanal jahrhundertelang die Hauptstraße war. Stell dich ans offene Heck, dort hast du freie Sicht nach beiden Seiten und niemand steht dir im Bild. Am schönsten ist die Fahrt kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Fassaden warm werden. Und mit dem Tagesticket kostet sie dich nichts extra.

So planst du deinen Besuch

Zwei Tage passen gut. Die erste Route ab San Marco misst 2,5 Kilometer und bleibt bei Markusdom, Campanile, Dogenpalast und Rialtobrücke. Die zweite führt mit drei Kilometern vom Rialto-Markt zur Accademia, zur Sammlung Peggy Guggenheim und nach Santa Maria della Salute, zum Schluss mit dem Vaporetto den Canal Grande hinunter. Verlaufen gehört dazu, das Wegenetz ist älter als jede Karte. Fünf Abendtipps liegen bereit, und Burano und Murano füllen einen dritten Tag.

Ausgehen & Nachtleben

Rooftop-Bars

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

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Infos zu Venedig

Nahverkehr

Betreiber. Die Fahrzeuge und Schiffe gehören zur städtischen Holding AVM, die Betriebsgesellschaft heisst Actv. Der Verkauf läuft über Venezia Unica, den Ticketvertrieb der Stadt Venedig, mit eigenen Schaltern, Automaten und einem Webshop. Das Netzgebiet ist die gesamte Gemeinde Venedig, also die Altstadt, das Festland um Mestre und Marghera, die Inseln Lido und Pellestrina sowie die Lagunenlinien bis zu den Terminals Chioggia Vigo, Punta Sabbioni und Treporti Ricevitoria. Wichtig für Reisende ist die Abgrenzung nach aussen. Die Bootslinien von Alilaguna zum Flughafen und die Expressbusse von ATVO gehören nicht dazu, sie sind private Betreiber mit eigenen Tarifen. Ein Actv-Fahrschein oder eine Actv-Mehrtageskarte gilt dort nicht, ebenso wenig auf den Linien 16 und 19 und auf der Casinò-Linie.

Liniennetz. Vaporetti statt Bussen. Tickets gelten zeitbasiert, Tageskarten lohnen fast immer.

Verkehrsmittel. Vaporetto (Linienschiff) · Ferry-Boat für Fahrzeuge (Linien 11 und 17) · Bus · Straßenbahn (nur Mestre, Linien T1 und T2) · People Mover (Tronchetto–Piazzale Roma)

Betriebszeiten. Ein einheitliches Netz-Betriebsfenster veröffentlicht Actv nicht, jede Linie hat ihren eigenen Fahrplan als PDF. Als Massstab dient die Linie 1, die Hauptlinie durch den Canal Grande. Sie startet ab Piazzale Roma um 5.01 Uhr, fährt zunächst alle 20 Minuten, ab dem späten Vormittag alle zwölf Minuten, ab etwa 20 Uhr wieder in grösseren Abständen und verlässt Piazzale Roma zuletzt um 23.55 Uhr. Die letzte Fahrt erreicht die Endhaltestelle nach Mitternacht. Ab 23.30 Uhr läuft parallel die Nachtlinie N an, sodass zwischen Tages- und Nachtbetrieb keine Lücke entsteht. Die Fahrpläne aller Navigationslinien liegen einzeln als PDF auf der AVM-Seite, dazu gibt es eine Echtzeitauskunft unter oraritemporeale.actv.it.

Nachtverkehr. Der Nachtdienst besteht seit 1996 und ist ein durchgeplantes Netz, kein Notbetrieb. Actv nennt als Zeitfenster Mitternacht bis 5 Uhr, praktisch beginnt die Schiffslinie N schon um 23.30 Uhr ab San Marco San Zaccaria und endet um 5.26 Uhr am Lido. Sie verbindet Lido, Giardini, San Marco, Rialto, Ca d Oro, Ferrovia, Piazzale Roma, Tronchetto, Sacca Fisola, Giudecca und Zattere, fährt also den Canal Grande in voller Länge ab. Ab Tronchetto geht es bis 1 Uhr alle 20 Minuten los, danach alle 30 Minuten bis 5 Uhr. Dazu kommen die Schiffslinie NMU zwischen Fondamente Nove und Murano und die Linie NLN in die nördliche Lagune Richtung Burano, Torcello und Punta Sabbioni. An Land ergänzen die Nachtbusse N1 und N2 in Mestre und Marghera sowie die Linie 11N Richtung Lido, Pellestrina und Chioggia. Die Übergänge sind aufeinander abgestimmt, Umsteigepunkte sind Piazzale Roma und Piazzale Santa Maria Elisabetta am Lido.

Ticketkauf. Der bequemste Weg sind die Automaten direkt an den Anlegern und die Venezia-Unica-Schalter an Piazzale Roma, Ferrovia und weiteren Knoten, dazu Vertragsverkaufsstellen und der Vorverkauf auf veneziaunica.it. Beim Kauf an Bord gelten zwei gegensätzliche Regeln. Auf dem Schiff muss der Fahrschein beim Einsteigen beim Personal verlangt werden, er wird ausschliesslich über das Kartenlesegerät bezahlt, Bargeld ist ausgeschlossen, und er ist bereits entwertet. Im Bus dagegen wird nur Bargeld genommen, der Betrag muss passend sein, das Bordticket kostet 3,00 Euro statt 1,50 Euro und muss an Bord entwertet werden. In Strassenbahn und People Mover ist ein Kauf an Bord gar nicht möglich. Entwertet wird bei jedem Fahrtantritt und bei jedem Fahrzeugwechsel, an den Anlegern und in den People-Mover-Stationen an den Säulen, im Bus und in der Tram an Bord. Wer über die App kauft, hält im Bus statt dessen das Ticket bereit und aktiviert es drei Minuten vor dem Einsteigen.

App und Bezahlen. Die offizielle App heisst AVM Venezia Official App und deckt Kauf, Aktivierung und Entwertung ab, sie liest den QR-Code an den Lesegeräten der Anleger. Daneben gibt es Chat&Go by muoversivenezia, einen Verkauf über WhatsApp, der drei Fahrscheine anbietet, das 75-Minuten-Ticket für Bus, Tram und People Mover zu 1,50 Euro, den Aerobus-Fahrschein zu 10,00 Euro und den 75-Minuten-Fahrschein für das gesamte Stadtnetz einschliesslich Schiffe zu 9,50 Euro. Für Karteninhaber gibt es zusätzlich Tap to pay, dabei wird die kontaktlose Bankkarte direkt an den Entwerter gehalten, das System arbeitet nach dem EMV-Standard. Bargeld wird nur im Bus beim Fahrer angenommen. Auf dem Schiff ist Bargeld seit Juli 2024 ausgeschlossen. Reservierte Fahrscheine und Abos laufen über die Chipkarte Venezia Unica, die auch in der App registriert werden kann.

Welches Ticket. Der Standardfahrschein für das gesamte Stadtnetz einschliesslich Schiffe kostet 9,50 Euro und gilt 75 Minuten ab der ersten Entwertung, Umsteigen eingeschlossen. Wer nur an Land unterwegs ist, also Bus, Tram und People Mover ohne Schiff, zahlt 1,50 Euro für dieselben 75 Minuten, ein Zehnerheft dafür kostet 14,00 Euro. Die Zeitkarten heissen offiziell Venezia Daily Pass und Biglietti 2, 3 e 7 giorni und kosten 25,00 Euro für 24 Stunden, 35,00 Euro für 48 Stunden, 45,00 Euro für 72 Stunden und 65,00 Euro für 168 Stunden, jeweils ab der ersten Entwertung. Umgerechnet entspricht die 24-Stunden-Karte 2,6 Einzelfahrten, die 48-Stunden-Karte 3,7, die 72-Stunden-Karte 4,7 und die Wochenkarte 6,8 Einzelfahrten. Im Venezia Daily Pass sind zusätzlich die Regionalzüge von Trenitalia innerhalb der Gemeinde enthalten, also Santa Lucia, Porto Marghera, Mestre, Carpenedo und Mestre Ospedale. Reisende zwischen 6 und 29 Jahren bekommen eine 72-Stunden-Karte für 27,00 Euro, dafür ist die Rolling-Venice-Karte für 6,00 Euro nötig, die es an den Venezia-Unica-Schaltern gibt. Alle Tages- und Mehrtageskarten schliessen Fahrten von und zum Flughafen aus. Wer sie dort trotzdem nutzen will, kauft gleichzeitig einen Aufschlag von 7,00 Euro für eine Richtung oder 13,00 Euro für hin und zurück, nachträglich geht das nicht.

Tarifzonen. Keine Zonen. Ein Preis gilt im ganzen Stadtgebiet bis Lido, Pellestrina, Punta Sabbioni und Chioggia Vigo. Ausgenommen sind alle Fahrten von und zum Flughafen sowie die Linien 16, 19, Casinò und sämtliche Alilaguna-Boote.

Tipp. Linie 1 fährt den ganzen Canal Grande entlang und ist die billigste Stadtrundfahrt.

Links

Anreise

Hauptbahnhof

Lage. Der Bahnhof liegt direkt am Canal Grande. Auf dem Festland liegt Venezia Mestre, dort ist es billiger.

Fernverkehr. Der Kopfbahnhof am Canal Grande ist Endpunkt aller Linien, alle Züge wenden hier. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr fährt weitgehend im Stundentakt. Nach Rom Termini und Neapel Centrale geht jeweils zur Minute 26 ein Frecciarossa, nach Mailand Centrale zur Minute 48 beziehungsweise 22, dazu einzelne Züge nach Turin Porta Nuova und ein Langläufer nach Lecce. Grenzüberschreitend fährt ein EuroCity um 9.52 Uhr zum Brenner mit Anschluss Richtung Österreich und Deutschland. Nachts verkehrt ein Intercity Notte um 22.05 Uhr nach Rom, in der Gegenrichtung startet um 6.35 Uhr ein Intercity Notte nach Triest. Der Regionalverkehr ist dicht und bedient Padua, Verona, Bologna, Treviso, Udine, Triest, Bassano del Grappa, Conegliano, Portogruaro und Adria. Nach Venezia Mestre auf dem Festland fahren durchgehend Regionalzüge, diese Strecke ist im Venezia Daily Pass enthalten. Eine Bahnstation am Flughafen Marco Polo ist im Fahrplansystem angelegt, wird aber von keinem Zug bedient.

Betriebszeiten. Erste Abfahrt 4.51 Uhr Richtung Verona, der erste Frecciarossa um 5.26 Uhr nach Rom. Abends fahren die letzten Züge kurz nach 23 Uhr, an Sonntagen noch 0.13 Uhr nach Treviso.

Flughäfen

VCE

In die Stadt. ATVO-Expressbus in 20 Minuten nach Mestre FS. Alilaguna blaue Linie in rund 80 Minuten bis San Zaccaria und rund 115 Minuten bis Santa Lucia. Orange Linie in gut einer Stunde bis Rialto.

Taktung. ATVO ab Flughafen 6.10 bis 1.10 Uhr, Gegenrichtung 4.20 bis 0.40 Uhr. Alilaguna blau 5.20 bis 0.20 Uhr mindestens stündlich, orange 8.35 bis 23.05 Uhr stündlich.

TSF

In die Stadt. ATVO-Linie 351 in 40 Minuten zwischen Venezia Piazzale Roma und dem Flughafen, Zwischenhalt Mestre FS nach 25 Minuten.

Taktung. Ab Venezia Piazzale Roma von 4.20 Uhr an, danach überwiegend alle 30 bis 60 Minuten bis in den frühen Abend.

Eigenheiten

Gut zu wissen

Währung
EUR €
Notruf
112
Steckertyp
C · F · L
Zeitzone
Europe/Rome
Verkehr
rechts

Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, Autobahn 130 km/h

Bei Regen gilt auf der Autobahn 110 km/h statt 130, auf Schnellstraßen 90 statt 110. Wer den Führerschein weniger als drei Jahre hat, fährt höchstens 100 km/h auf der Autobahn und 90 km/h auf Schnellstraßen. Innerorts sind 50 km/h die Regel, ausgeschilderte Stadtstraßen erlauben bis zu 70 km/h.

Trinkgeld. Kein Muss. Auf der Rechnung stehen oft coperto oder servizio. Wer zufrieden ist, rundet auf.

Maut. Autobahnen sind überwiegend gebührenpflichtig. Ticket bei der Auffahrt ziehen, bei der Abfahrt zahlen. Keine Vignette.

Zufahrt. Viele Altstädte sind für Auswärtige gesperrt. Kameras erfassen das Kennzeichen, der Bescheid kommt Monate später nach Hause. Zeiten und Zuschnitt unterscheiden sich von Stadt zu Stadt.

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