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Irland · Städtetrip

Städtetrip Galway

Irlands Bilderbuch-Hafenstadt am Atlantik. Bunte Gassen voller Straßenmusiker, die Häuserzeile Long Walk am Wasser, das alte Fischerviertel Claddagh, das dem berühmtesten Ring Irlands den Namen gab. Und am Ende der Promenade springt Salthill bei jedem Wetter ins Meer. Eine fertige Tagesroute ab dem Bahnhof verbindet alles, die Cliffs of Moher warten als Ausflug vor der Tür.

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Unsere Rundgänge durch Galway

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Galway, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

Eyre Square, Latin Quarter & Salthill

Vom Bahnhof über den Eyre Square in die Shop Street, wo zwischen Straßenmusikern eine Stadtburg als Bankfiliale arbeitet. Durch das Latin Quarter zum Spanish Arch von 1584 und zur bunten Häuserzeile Long Walk, dann über die Brücke ins alte Fischerviertel Claddagh, dessen Ring die halbe Welt am Finger trägt. Zum Finale die Promenade von Salthill. Mit Sprungturm-Mutprobe und der Pflicht, am Ende die Mauer zu kicken.

  1. Eyre Square. Der grüne Auftakt liegt direkt vor dem Bahnhof. Eyre Square ist seit 1710 im Besitz der Stadt, offiziell aber „John F. Kennedy Memorial Park“. Denn hier hielt Kennedy im Juni 1963 eine seiner letzten großen Reden in Europa, wenige Monate vor Dallas. Ein Kalksteindenkmal mit Bronzeprofil erinnert an den Besuch, um den Platz herum sammeln sich die Stadtbusse. Wirf einen Blick auf die vierzehn Fahnen am Westrand. Sie stehen für die vierzehn Kaufmannsfamilien, die „Tribes“, die Galway jahrhundertelang regierten. Der Beiname „City of the Tribes“ begleitet dich den ganzen Tag.
  2. Shop Street & Lynch's Castle. Galways Hauptschlagader ist eine einzige Bühne. Auf der Shop Street spielen Straßenmusiker von traditionellem Irish Folk bis Jazz, oft nur wenige Meter voneinander entfernt. Mittendrin steht Lynch's Castle, die Stadtburg der Kaufmannsfamilie Lynch aus dem 15. und frühen 16. Jahrhundert, mit Wasserspeiern und den gemeißelten Wappen der Lynchs, König Heinrichs VII. und der Fitzgeralds. Die Pointe daran ist eine Bankfiliale, die seit 1918 in der Burg arbeitet. Du kannst also in einem mittelalterlichen Turmhaus Geld abheben. Zu Banköffnungszeiten lohnt der Blick in die Schalterhalle.
  3. St. Nicholas' Church. Seit 1320 steht diese Kirche im Herzen der Stadt, geweiht dem heiligen Nikolaus von Myra, dem Schutzpatron der Seefahrer. Passender geht es für eine Hafenstadt kaum. Sie gilt als größte mittelalterliche Pfarrkirche Irlands, die durchgehend in Nutzung blieb. Der Legende nach soll Christoph Kolumbus hier 1477 gebetet haben, als er Galway besuchte; Belege gibt es dafür keine, erzählt wird es trotzdem gern. Verbürgt ist dagegen das derbste Kapitel. Nach der Belagerung von 1652 stellten Cromwells Truppen ihre Pferde im Kirchenschiff unter. Samstags legt sich ein Wochenmarkt eng um die Kirchenmauern.
  4. Latin Quarter. Zwischen Shop Street und Fluss drängt sich Galways schönstes Viertel mit kopfsteingepflasterten Gassen, bunt gestrichenen Fassaden, Wimpelketten über der Quay Street und der höchsten Pub-Dichte der Stadt. An der Ecke leuchtet kobaltblau Tigh Neachtain, seit 1894 in der Hand derselben Familie. Tagsüber Fotomotiv, abends eine der besten Adressen für traditionelle Musik. Lass dich einfach treiben. Das Viertel ist klein genug, um sich zu verlaufen und trotzdem immer wieder am Wasser herauszukommen.
  5. Spanish Arch & Stadtmuseum. Am Flussufer endet die Altstadt in einem Stück Stadtmauer. Der Spanish Arch wurde 1584 gebaut, um die Kais zu schützen. Sein Name erinnert an den blühenden Handel mit Spanien, der Galway reich machte, ursprünglich hieß er schlicht „Kopf der Mauer“. Ein Ausläufer des Tsunamis nach dem Erdbeben von Lissabon 1755 soll ihn beschädigt haben. Direkt daneben sitzt das Galway City Museum mit Stadtgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart, bei freiem Eintritt. Und aus den oberen Fenstern hast du den besten erhöhten Blick auf den Fluss. Auf der Wiese am Bogen sammelt sich bei Sonne die halbe Stadt.
  6. Long Walk. Hinter dem Bogen wartet Galways berühmtestes Motiv, der Long Walk, eine Zeile bunter Häuser direkt an der Wasserkante, im 18. Jahrhundert von Nachfahren der Familie Eyre angelegt. Die ganze Herrlichkeit ist nur gut dreihundert Meter lang. Und trotzdem das meistfotografierte Stück der Stadt. Lauf die Zeile einmal ab, aber merk dir, dass das eigentliche Postkartenbild von der gegenüberliegenden Claddagh-Seite entsteht, wohin dich der nächste Stopp bringt. Mit etwas Glück posieren Schwäne im Vordergrund.
  7. The Claddagh. Über die Wolfe Tone Bridge wechselst du ins Claddagh, ein ehemals gälischsprachiges Fischerdorf an der Mündung des Corrib, dessen Wurzeln bis ins 5. Jahrhundert zurückgeführt werden. Weltberühmt wurde es durch ein Schmuckstück, den Claddagh-Ring, zwei Hände, die ein gekröntes Herz halten. Freundschaft, Liebe, Treue. Zurückgeführt wird er auf den Goldschmied Richard Joyce, der um 1675 von Korsaren verschleppt wurde, das Handwerk in Gefangenschaft lernte und nach Galway zurückkehrte; seine Meistermarke ist auf frühen Ringen tatsächlich nachgewiesen, der Rest ist Legende mit Herz. Vom Nimmo's Pier aus liegt dir der Long Walk in voller Breite gegenüber. Das Foto des Tages.
  8. Salthill & Blackrock. Der Schlussakt gehört dem Atlantik. Vom Claddagh zieht sich die Küste hinüber nach Salthill, wo die zwei Kilometer lange Promenade seit Generationen der Spazierweg der Stadt ist. Am Blackrock-Ende steht der Sprungturm aus den 1950ern, einst Männerbadeplatz, heute springen hier Einheimische jeden Alters bei jedem Wetter in die Galway Bay. Wichtig, falls du mitspringen willst. Gesprungen wird nur bei Flut, bei Ebbe ist das Wasser darunter viel zu flach. Und dann das Ritual. Wer die ganze Promenade gelaufen ist, kickt am Ende gegen die Mauer gegenüber dem Turm, bevor er umdreht. Warum, weiß niemand mehr, gemacht wird es trotzdem, seit Generationen. Der Bus bringt dich vom Kick zurück ins Zentrum.

So planst du deinen Besuch

Ein Tag reicht. Die Route ab der Ceannt Station misst 5,5 Kilometer und beginnt am Eyre Square, führt durch die Shop Street voller Straßenmusiker, an Lynch's Castle vorbei ins Latin Quarter und zum Spanish Arch. Danach folgen der Long Walk am Wasser, das alte Fischerviertel Claddagh und die Strandpromenade nach Salthill. Der Claddagh-Ring mit Herz, Krone und Händen kommt von hier. Vier Abendtipps liegen bereit, und die Cliffs of Moher füllen einen eigenen Tag.

Ausgehen & Nachtleben

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

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Infos zu Galway

Nahverkehr

Betreiber. Bus Éireann bedient innerhalb Galways die sechs Stadtlinien 401 bis 409, alle mit Eyre Square als zentralem Umsteigepunkt. Die Linien 410 bis 412 fährt seit Oktober 2024 der private Anbieter City Direct Bus Limited im Auftrag der National Transport Authority. Beide Netze gehören zum TFI-Tarifverbund und akzeptieren dieselbe Leap Card. Für Überland- und Flughafenverbindungen ist Expressway zuständig, die Fernbusmarke von Bus Éireann, daneben verkehrt der private Anbieter Citylink Richtung Dublin, Cork und Connemara. Ländliche Gebiete rund um Galway bedient zusätzlich TFI Local Link Galway.

Liniennetz. Busse, die man kaum braucht. Vom Bahnhof bis zum Spanish Arch sind es zehn Minuten.

Verkehrsmittel. Bus

Betriebszeiten. Laut aktuellem Fahrplan von Bus Éireann fährt Linie 401 (Parkmore-Eyre Square-Salthill) werktags, samstags und sonntags im 20-Minuten-Takt, die erste Abfahrt ab Eyre Square liegt bei 7.52 Uhr, die letzte bei 0.05 Uhr. Die fünf weiteren Linien laufen laut offiziellem Liniennetzplan mit unterschiedlicher Taktung, Linie 409 alle 10 bis 15 Minuten, Linie 405 alle 20 bis 40 Minuten, Linien 402, 404 und 407 alle 30 bis 60 Minuten, jeweils etwas dichter werktags als sonntags. Die genauen ersten und letzten Abfahrten der übrigen fünf Linien sind nicht einzeln geprüft.

Nachtverkehr. Bus Éireann betreibt in Galway kein gesondertes Nachtbusnetz und keine Wochenend-Sonderlinien wie Dublins Nitelink. Die am dichtesten getaktete Linie 401 fährt durchgehend bis 0.05 Uhr, die anderen fünf Stadtlinien enden nach dem regulären Abendtakt früher, die genauen letzten Abfahrten je Linie sind nicht einzeln geprüft.

Ticketkauf. Einzelfahrten bezahlt man bar beim Fahrer oder mit aufgeladener Leap Card. Alternativ verkauft die TFI-Go-App Einzelfahrscheine fürs Smartphone. Die Leap Card lädt man über die kostenlose TFI-Leap-Top-up-App oder bei Leap-Verkaufsstellen in der Stadt auf. Tages-, Wochen- und Monatskarten führt die TFI-Leap-Card-Seite ausschließlich als Leap-Produkt, ein Barkauf dieser Mehrfachkarten ist dort nicht als Option aufgeführt.

App und Bezahlen. Die TFI-Go-App verkauft Einzelfahrscheine fürs Smartphone für Bus Éireann und City Direct. Die Leap Card ist die Guthabenkarte des Systems, aufladbar per Leap-Top-up-App oder bei Leap-Agenten in der Stadt. Kontaktloses Bezahlen mit Debit- oder Kreditkarte hat die National Transport Authority für TFI Local Link Galway eingeführt, für die Bus-Éireann-Stadtlinien 401 bis 409 und für City Direct ist ein entsprechender Rollout offiziell nicht bestätigt.

Welches Ticket. Galway fährt noch mit dem alten Abschnittstarif. Mit der TFI Leap Card zahlst du als Erwachsener 1,35 Euro für bis zu elf Abschnitte und 1,55 Euro ab zwölf Abschnitten. Innerhalb der Stadt bleibst du fast immer in der unteren Stufe, denn Altstadt, Salthill und Eyre Square liegen dicht beieinander. Die City-Direct-Linien 410 bis 412 kosten ohnehin pauschal 1,35 Euro. Wichtig für Umsteiger. Das TFI-90-Minuten-Ticket, das Dublin schon lange hat und Cork seit dem 20. Juli 2026, gilt in Galway nicht. Jedes Einsteigen wird einzeln abgerechnet, auch wenn zwischen zwei Bussen nur ein paar Minuten liegen. Eine automatische Tages- oder Wochendeckelung gibt es hier ebenfalls nicht. Deshalb die Faustregel. Eine oder zwei Fahrten am Tag, dann reicht die Leap Card mit Guthaben. Ab drei Fahrten kaufst du besser das 24-Stunden-Ticket für 3,80 Euro, ermäßigt 3,20 Euro, Kinder 2,20 Euro. Bleibst du eine Woche, kostet das 7-Tage-Ticket 16,80 Euro. Junge Erwachsene zwischen 19 und 25 und Studierende fahren mit der passenden Leap Card für 0,65 beziehungsweise 0,80 Euro. Kinder von fünf bis achtzehn zahlen immer 0,65 Euro, unter fünf ist frei. Barzahlung geht, ist aber teurer und langsamer. Die NTA baut derzeit City Zones für Cork, Limerick, Galway und Waterford. Cork ist im Juli 2026 umgestiegen, für Galway steht ein Termin noch aus, prüfe den Preis also kurz vor der Reise.

Tarifzonen. Galway kennt keine Tarifzonen im klassischen Sinn, sondern Abschnitte entlang der Linie. Praktisch gibt es nur zwei Preise, weil fast alle Fahrten im Stadtgebiet unter zwölf Abschnitten bleiben und damit 1,35 Euro kosten.

Tipp. Nach Salthill fährt ein Bus, zurück lohnt der Weg an der Promenade zu Fuß.

Links

Anreise

Hauptbahnhof

Lage. Direkt am Eyre Square, mitten im Zentrum.

Fernverkehr. Irish Rail verbindet Ceannt Station direkt mit Dublin Heuston, werktags und samstags mit rund 13, sonntags mit rund 10 Zugpaaren täglich, Fahrplan gültig ab 14.12.2025. Die Fahrzeit liegt zwischen etwa 2 Stunden 15 Minuten und 2 Stunden 40 Minuten. Werktags fährt der erste Zug ab Dublin Heuston gegen 7.35 Uhr, samstags schon um 5.45 Uhr, der letzte gegen 20.30 Uhr mit Ankunft in Galway gegen 23.06 Uhr. Sonntags starten die Züge später, der erste ab Dublin Heuston fährt um 8 Uhr. In Gegenrichtung fährt der erste Zug ab Galway werktags gegen 6.15 Uhr, der letzte gegen 22.25 Uhr mit Ankunft in Dublin um 23.35 Uhr. Auf der Strecke Galway-Limerick bestehen Anschlüsse weiter nach Cork und Tralee, über Athlone geht es Richtung Westport, Ballina und Sligo. An Dublin Heuston gibt es laut Fahrplanhinweis einen Busanschluss zum Dublin Airport.

Betriebszeiten. Bahnhofspersonal ist Montag bis Samstag von 5 bis 23.30 Uhr vor Ort, sonntags von 7 bis 23.30 Uhr. Der Fahrkartenschalter schließt werktags bereits um 18.45 Uhr.

Flughäfen

SNN

In die Stadt. Expressway-Linie 51/X51 direkt bis Galway Bus Station, Fahrzeit 1 Std. 15 bis 1 Std. 50 je nach Verbindung.

Taktung. Rund 20 Fahrten täglich, die früheste Tagesverbindung ab Shannon gegen 5.55 Uhr, die letzte um 20.55 Uhr mit Ankunft in Galway gegen 22.45 Uhr.

Eigenheiten

Gut zu wissen

Währung
EUR €
Notruf
112
Steckertyp
G
Zeitzone
Europe/Dublin
Verkehr
links

Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 100 km/h (National Roads, N), 80 km/h (Regional Roads, R), 60 km/h (Local Roads, L), Autobahn 120 km/h

Links fahren. Die Republik misst in km/h, Nordirland in mph, und die Grenze ist unmarkiert. Seit 7. Februar 2025 gelten auf Lokalstraßen mit L-Nummer nur noch 60 km/h. Nationalstraßen mit N-Nummer erlauben weiter 100 km/h, auch wenn sie schmal und kurvig wirken.

Trinkgeld. Im Restaurant zehn Prozent, im Pub gar nichts. Wer an der Theke bestellt, gibt kein Trinkgeld.

Maut. Einzelne Mautstrecken, vor allem rund um Dublin. Der M50-Ring hat keine Schranken, sondern erfasst das Kennzeichen; die Gebühr muss bis zum Folgetag online gezahlt werden.

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