Städtetrip Genua
Rau und ehrlich. Genuas caruggi, enge Gassen zwischen hohen Häusern, ziehen zum Meer hinunter. Dazwischen die prunkvollen Rolli-Paläste der alten Seerepublik und eine schwarz-weiß gestreifte Kathedrale, am alten Hafen von Renzo Piano Italiens größtes Aquarium. Eine fertige Tagesroute startet an der Piazza De Ferrari.
🗺️ Genua interaktiv öffnen mit Karte & NavigationUnsere Rundgänge durch Genua
Fertige Routen ab der Station führen dich durch Genua, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.
Altstadt, Paläste & Hafen
Von der prächtigen Piazza De Ferrari zur schwarz-weiß gestreiften Kathedrale San Lorenzo und dem versteckten Doria-Platz San Matteo, durch die caruggi zur Palast-Straße Via Garibaldi mit dem Palazzo Rosso. Mit dem historischen Aufzug hinauf zur Aussichtsterrasse Castelletto, dann hinunter zum von Renzo Piano gestalteten Porto Antico mit Aquarium und Schifffahrtsmuseum und per Bus ins bunte Fischerdorf Boccadasse.
- Piazza De Ferrari. Der Rundgang beginnt auf der Piazza De Ferrari, dem repräsentativen Herzen Genuas. In der Mitte sprüht ein großer bronzener Brunnen, ringsum stehen Prachtbauten, darunter das Opernhaus Teatro Carlo Felice, der Palazzo della Borsa und die Fassaden der einstigen Banken. Von hier laufen die eleganten Prachtstraßen der Neustadt und die engen Gassen der Altstadt sternförmig auseinander. Merk dir für den Abend die Piazza delle Erbe, nur zwei Gehminuten in die Gassen hinein. Dann füllt sich der kleine Platz mit Bars, und halb Genua trifft sich dort auf einen Drink.
- Cattedrale di San Lorenzo. Die Cattedrale di San Lorenzo ist die Hauptkirche Genuas, unverkennbar an ihrer Fassade aus schwarz-weiß gestreiftem Marmor, die die Macht der Seerepublik zeigen sollte. Zwei Löwen bewachen die Freitreppe. Im Inneren birgt der Schatz Reliquien und Kostbarkeiten, und im rechten Seitenschiff steckt eine Granate, die das britische Schlachtschiff Malaya im Februar 1941 durch zwei Mauern schoss, ohne dass sie explodierte. Was dort liegt, ist eine Nachbildung, das Original wurde auf See versenkt.
- Piazza San Matteo. Versteckt in den Gassen liegt die Piazza San Matteo, ein kleiner, fast intakter mittelalterlicher Platz, der einst der mächtigen Familie Doria gehörte. Die schwarz-weiß gestreiften Häuser und die kleine Kirche San Matteo bildeten das private Machtzentrum der Seefahrerdynastie, aus der auch der Admiral Andrea Doria stammte. Ein stimmungsvoller Winkel abseits des Trubels.
- Via Garibaldi (Palazzi dei Rolli). Die Via Garibaldi, früher Strada Nuova, ist die prächtigste Straße Genuas, eine schmale Gasse, gesäumt von den Palazzi dei Rolli, den Adelspalästen der Seerepublik aus dem 16. Jahrhundert, die als UNESCO-Welterbe geschützt sind. Eine reich verzierte Fassade reiht sich an die nächste, dahinter verbergen sich prunkvolle Höfe, Fresken und Gärten. Ein Boulevard der Superlative auf engstem Raum.
- Palazzo Rosso. Der Palazzo Rosso an der Via Garibaldi, benannt nach seiner roten Fassade, gehört zu den Musei di Strada Nuova. Hinter den prunkvollen Sälen mit Deckenfresken hängen Meisterwerke der Sammlung, darunter Porträts von Anthonis van Dyck aus seiner Genueser Zeit, dazu Werke von Veronese, Tizian und Dürer. Ganz oben lohnt die Dachterrasse mit einem schönen Blick über die Altstadtdächer.
- Spianata Castelletto. Vom Rand der Altstadt bringt dich der historische Jugendstil-Aufzug Ascensore Castelletto in Sekunden hinauf zur Spianata Castelletto, einem Balkon hoch über der Stadt. Von der Terrasse öffnet sich der schönste Blick des Rundgangs, über das Gewirr der Altstadtdächer, die Kirchtürme und Kuppeln hinweg zum Hafen und aufs offene Meer. Ein Lieblingsort der Genueser für den Sonnenuntergang.
- Porto Antico. Der Porto Antico, der alte Hafen, wurde 1992 von Renzo Piano für die Kolumbus-Feiern neu gestaltet und öffnete die Stadt wieder zum Meer. Über dem Wasserbecken schwenkt der Bigo, ein an einen Ladekran erinnernder Panoramalift, der dich für den Rundumblick nach oben hebt. Ringsum liegen Bars, das große Aquarium, ein tropisches Gewächshaus und alte, restaurierte Segelschiffe.
- Acquario di Genova. Das Acquario di Genova am Porto Antico ist das größte Aquarium Italiens und eines der größten Europas. In rund 70 Becken ziehen Haie, Delfine, Robben, Pinguine, Quallen und ein Regenwald-Biotop ihre Bahnen, im gläsernen Tunnel schwimmen die Fische über deinem Kopf. Für die vielen Becken solltest du gut zwei Stunden einplanen. Ein Höhepunkt besonders mit Kindern.
- Galata Museo del Mare. Das Galata Museo del Mare ist das größte Schifffahrtsmuseum des Mittelmeers und erzählt Genuas Geschichte als Seemacht, von den Galeeren der Seerepublik über die große Auswanderung nach Amerika bis heute. Der Höhepunkt liegt im Wasser davor. Es ist das echte U-Boot Nazario Sauro, das du innen begehen kannst. Von der Dachterrasse öffnet sich ein weiter Blick über den Hafen.
- Boccadasse. Zum Abschluss bringt dich der Bus in den Osten der Stadt nach Boccadasse, einem winzigen Fischerdorf, das die Großstadt einfach umschlossen hat. Um eine kleine Kiesbucht drängen sich pastellbunte Häuser, bunte Boote liegen am Kiesstrand, und aus den Eisdielen holt man sich eine Kugel und setzt sich ans Wasser. Bei Sonnenuntergang, wenn die Fassaden glühen, ist es ein Stück Ligurien mitten in Genua.
So planst du deinen Besuch
Ein Tag reicht. Die Route ab der Piazza De Ferrari misst 3,5 Kilometer und führt durch die caruggi, die engen Gassen zwischen hohen Häusern, zur Kathedrale und zur Via Garibaldi mit den Rolli-Palästen der alten Seerepublik. Ein Aufzug bringt dich auf die Spianata Castelletto mit dem Blick über die Dächer, danach geht es zum Hafen, ins Aquarium und ans bunte Fischerdorf Boccadasse. Genua putzt sich nicht heraus, das macht den Reiz aus. Sieben Abendtipps liegen bereit, und die Cinque Terre sind eine Zugstunde entfernt.
Ausgehen & Nachtleben
Rooftop-Bars
- Terrazza Colombo. Im elften Stock eines Palazzos nahe der Via XX Settembre liegt die Terrazza Colombo, eine Rooftop-Bar mit weitem Blick über die Dächer der Altstadt bis zum Hafen und dem Leuchtturm Lanterna. Besonders schön zum Aperitivo bei Sonnenuntergang.
Ausgehviertel
- Piazza delle Erbe & caruggi. Rund um die Piazza delle Erbe schlägt das nächtliche Herz der Altstadt, ein enges Geflecht aus caruggi voller Bars, Weinlokale und Aperitivo-Tische, wo sich Studenten und Genueser bis spät drängen. Laut, dicht und herrlich unaufgeräumt.
- Porto Antico & Corso Italia. Am Wasser bieten der Porto Antico mit seinen Bars und Lokalen sowie die Uferpromenade Corso Italia im Osten die entspanntere Variante, dazu Drinks mit Meerblick, Eis am Abend und im Sommer laue Nächte an der Küste. Eine andere Seite der Hafenstadt.
Essen & Restaurants
- Trattoria da Maria. Die Trattoria da Maria in einer Gasse nahe der Via Garibaldi ist eine Genueser Institution, mit einfacher, rustikaler Küche zu kleinen Preisen und einer täglich wechselnden Tafel mit Pasta al pesto, Minestrone und ligurischen Klassikern, serviert an eng gestellten Tischen. Laut, echt und immer voll.
- Il Genovese. Il Genovese hat sich der authentischen ligurischen Küche verschrieben und gilt als eine der besten Adressen der Stadt für Pesto alla genovese im Mörser, handgemachte Trofie und Pansoti mit Walnusssauce. Etwas gehobener, aber die Klassiker so gut wie kaum sonst. Reservierung empfohlen.
Bars & Clubs
- Giardini Luzzati. Die Giardini Luzzati im Herzen der Altstadt sind ein wiederbelebter Platz auf römischen Fundamenten, mit Bar, Konzerten, DJ-Sets und Kulturprogramm unter freiem Himmel, jung und alternativ. Ein guter Ausgangspunkt für eine lange Nacht in den umliegenden caruggi.
Bühne & Konzerte
- Teatro Carlo Felice. Direkt an der Piazza De Ferrari steht das Teatro Carlo Felice, Genuas Opernhaus mit klassizistischem Säulenportikus. Als eine der wichtigen Bühnen Italiens bietet es Oper, Ballett und Sinfoniekonzerte auf hohem Niveau. Mitten im Zentrum, kaum einen Steinwurf vom Start des Rundgangs.
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Infos zu Genua
Nahverkehr
Betreiber. Der gesamte Nahverkehr liegt bei AMT, der Azienda Mobilità e Trasporti. Dazu gehören das städtische Busnetz, die Metro, die Standseilbahn Zecca-Righi, die Zahnradbahn Principe-Granarolo, die Standseilbahn Sant'Anna, 14 öffentliche Aufzüge, die Überlandbusse der Provinz, die Schmalspurbahn Genova-Casella und die beiden Flughafenzubringer Volabus und Genova Airlink. Tarifzonen kennt das System nicht. Das gewöhnliche Ticket für 2 Euro gilt auf dem kompletten AMT-Netz der Città Metropolitana, ausgenommen Volabus, Ferrovia Genova Casella und die Linie 782 zwischen Santa Margherita Ligure und Portofino. Wer zusätzlich die Nahverkehrszüge von Trenitalia im Stadtgebiet nutzen will, nimmt das integrierte Ticket für 2,20 Euro, das zwischen Nervi, Voltri und Vesima sowie zwischen Pontedecimo und Acquasanta gilt. AMT steckt in einem Sanierungsplan, der zum 1. Juli 2026 bereits Angebote gestrichen hat, darunter die Hafenfähre Navebus.
Liniennetz. Eine Metrolinie, Busse und mehrere Standseilbahnen und Aufzüge in die Oberstadt.
Verkehrsmittel. Bus · U-Bahn · Standseilbahn · Zahnradbahn · Öffentliche Aufzüge · Vorortzüge von Trenitalia im Stadtgebiet · Schmalspurbahn Genova-Casella
Betriebszeiten. Die Metro ist das Verkehrsmittel mit dem frühesten Feierabend. AMT schreibt, dass sie an Werk- und Feiertagen um 21.00 Uhr schließt und nur samstags bis Mitternacht fährt, bei Großveranstaltungen kann verlängert werden. Der Abfahrtsmonitor zeigt als erste Fahrt 6.00 Uhr ab Brin und ab Brignole, tagsüber alle zehn Minuten. Die Standseilbahn Zecca-Righi fährt täglich 6.40 bis 24.00 Uhr. Die Zahnradbahn Principe-Granarolo fährt werktags und samstags 6.00 bis 24.00 Uhr, sonn- und feiertags 8.00 bis 21.00 Uhr. Die Standseilbahn Sant'Anna ist mit 7.00 bis 0.30 Uhr angeschrieben, liegt aber wegen der Fünf-Jahres-Revision still. Die Aufzüge haben jeweils eigene Zeiten, die Spanne reicht von 6.05 Uhr bis 0.40 Uhr, mehrere schließen schon am frühen Abend. Beim Bus beginnt der Betrieb auf den Hauptachsen zwischen 4.10 und 5.00 Uhr, die Küstenlinie 1 fährt bis kurz nach Mitternacht, viele Linien enden deutlich früher.
Nachtverkehr. Nachts bleiben zwei Buslinien. N1 fährt von Prato in Pian Martello über Brignole, De Ferrari und Sampierdarena nach Pontedecimo, N2 von Nervi über Sturla, Albaro, De Ferrari und Sestri nach Voltri. Beide decken damit die beiden großen Talachsen und die Küste ab und berühren die zentralen Punkte De Ferrari und Brignole. Der Takt ist dünn, im geprüften Sonntagsfahrplan lagen die Abfahrten zwischen 1.15 und 4.22 Uhr, teils mit mehr als einer Stunde Abstand. Zwischen dem Metro-Schluss um 21.00 Uhr und dem Beginn der Nachtlinien tragen die normalen Buslinien den Verkehr, die Küstenlinie 1 fährt bis kurz nach Mitternacht. Den kostenlosen Sunday-und-Night-CityPass für Nachtfahrten ab 22.00 Uhr gibt AMT nur an Einwohner der Città Metropolitana aus, Besucher zahlen nachts den normalen Tarif.
Ticketkauf. AMT listet für Einzelfahrscheine sechs Wege auf, nämlich die eigenen Fahrkartenschalter, den Webshop, die App AMT, die Vertragsverkaufsstellen aus Zeitungskiosken, Tabaccherie und Supermärkten, die Fahrscheinautomaten im Stadtgebiet sowie den Kauf per SMS. Der Fahrschein für 2 Euro ist zusätzlich an Trenitalia-Schaltern zu haben. Automaten stehen unter anderem in den Metrostationen. Papiertickets gelten erst ab der Entwertung im Fahrzeug und müssen bis nach dem Aussteigen aufbewahrt und bei Kontrollen vorgezeigt werden, sie sind weder übertragbar noch erstattbar. Online gekaufte MetDaily-Tickets kommen als PDF per E-Mail und können am Handy oder ausgedruckt vorgezeigt werden. Beim Kauf über App oder das Kontaktlossystem beginnt die Gültigkeit sofort. Die Wochenkarte für 22 Euro braucht die Chipkarte CityPass mit persönlichen Daten und ist damit für kurze Aufenthalte umständlicher als ein Tagesticket.
App und Bezahlen. Die offizielle App heißt App AMT. Sie verkauft das gewöhnliche Ticket, das integrierte Ticket mit Trenitalia, das Fünf-Stunden-Ticket, das MetDaily für 24 Stunden und den Einzelfahrschein der Linie 782 nach Portofino. Bezahlt wird mit Kreditkarte oder über Google Pay und Apple Pay. Daneben nennt AMT die Apps GoGoGe und DropTicket, letztere verkauft ohne Registrierung per Standortbestimmung nur das 110-Minuten-Ticket. Für das Bezahlen mit der Karte gibt es ILA, kurz für Instant Lane Access. ILA-Säulen stehen an den wichtigsten Haltestellen des Stadtnetzes, an Stationen der Ferrovia Genova Casella sowie in Santa Margherita Ligure und Portofino, Leser hängen an Bord von Volabus, Airlink und Linie 782. Akzeptiert werden kontaktlose Karten von Visa, Mastercard, Maestro, Amex und VPay sowie hinterlegte Karten auf Smartphone und Smartwatch. ILA berechnet automatisch den günstigsten Tarif. Bei einer Kontrolle nennt man die letzten vier Ziffern der benutzten Karte.
Welches Ticket. Das gewöhnliche Ticket kostet 2 Euro und gilt 110 Minuten im gesamten AMT-Netz der Città Metropolitana. Das Elfer-Carnet kostet 20 Euro, elf Fahrten zum Preis von zehn. Das integrierte Ticket mit den Trenitalia-Zügen im Stadtgebiet kostet 2,20 Euro, das zugehörige Carnet 22 Euro. Ein Fünf-Stunden-Ticket kostet 5 Euro, so viel wie zweieinhalb Einzelfahrten. Die Tageskarte MetDaily kostet 10 Euro für 24 Stunden ab Entwertung und entspricht damit fünf Einzelfahrten. Sie ist die einzige Karte, die auch Volabus, die Ferrovia Genova Casella und die Linie 782 nach Portofino einschließt. Die Fassung für vier Personen kostet 30 Euro, also 7,50 Euro pro Kopf oder knapp vier Einzelfahrten. Für Aufzüge und die Funicolare Sant'Anna gibt es einen eigenen Fahrschein für 1,20 Euro, vier Fahrten kosten 4 Euro. Eine Fahrt auf der Linie 782 kostet einzeln 5 Euro. Die Wochenkarte kostet 22 Euro, so viel wie elf Einzelfahrten, gilt aber nicht für Volabus und Linie 782 und setzt die Chipkarte CityPass voraus. Drei aufeinanderfolgende MetDaily-Tage kosten zusammen 30 Euro.
Tarifzonen. Keine Zonen. Das Zwei-Euro-Ticket gilt im gesamten AMT-Netz der Città Metropolitana, also bis Nervi, Voltri und Pontedecimo. Nicht enthalten sind Volabus, die Ferrovia Genova Casella und die Linie 782 nach Portofino, für die eine Fahrt 5 Euro kostet.
Tipp. Die öffentlichen Aufzüge gelten als normale Fahrt und sparen steile Wege.
Links
- AMT, Netz und Fahrpläne mit allen Netzplänen
- AMT, Fahrscheine und Mehrfahrtenkarten mit Preisen
- AMT, amtlicher Tarifaushang Juli 2026 als PDF
- AMT, MetDaily-Tageskarte online kaufen
- AMT, Metro mit Stationen und Betriebszeiten
- AMT, alle 14 öffentlichen Aufzüge mit Öffnungszeiten
- AMT, Standseilbahnen und Zahnradbahn
- AMT, kontaktlos bezahlen mit ILA
- AMT, Shuttle Genova Airlink zum Flughafen
- AMT, Volabus zwischen Flughafen und Bahnhöfen
- Netzplan
Anreise
Hauptbahnhof
Lage. Einer von zwei Hauptbahnhöfen, der andere ist Genova Brignole. Fernzüge halten meist an beiden.
Fernverkehr. Genova Piazza Principe hat neun Bahnsteiggleise für den Reiseverkehr. Der Fernverkehr läuft in drei Richtungen. Nach Norden und Süden fahren Frecciarossa über Mailand nach Turin und Venedig sowie über Rom nach Neapel, Salerno, Lecce und Tarent, dazu Frecce Richtung Modane an der französischen Grenze. Entlang der Küste fahren Intercity westwärts nach Ventimiglia und ostwärts über Sestri Levante Richtung Livorno, Grosseto und Rom. EuroCity-Züge bedienen die Achse Mailand mit den Grenzbahnhöfen Chiasso und Domodossola. Dazu kommt ein sehr dichter Regionalverkehr nach Savona, Ventimiglia, Sestri Levante, Turin, Pavia, Mailand, Gallarate, Brescia, Verona, Parma und Bologna. Im Bahnhof gibt es Fahrkartenschalter, Gepäckaufbewahrung, Wartebereiche, Toiletten, Bahnpolizei, Gastronomie und Läden. Der Mobilitätsdienst Sala Blu für Reisende mit Behinderung arbeitet zwischen 7.45 und 22.30 Uhr, Anmeldung bis eine Stunde vor Abfahrt. Barrierefreie Wege bestehen zu den Gleisen 11 bis 20, ein taktiles Leitsystem gibt es nicht.
Betriebszeiten. Der erste Fernzug fährt gegen 4.40 Uhr, ein Frecciarossa nach Neapel. Die letzten Abfahrten sind Regionalzüge gegen 0.15 Uhr. Der Bahnhof öffnet und schließt nach Angabe von RFI mit dem ersten und letzten Zug des Tages.
Flughäfen
In die Stadt. Volabus rund 30 Minuten bis Piazza Principe und Brignole. Alternativ der Shuttle Genova Airlink in 5 Minuten zum Bahnhof Genova Sestri Ponente Aeroporto, von dort mehrmals stündlich Regionalzug ins Zentrum.
Taktung. Volabus 23 Fahrtenpaare am Tag, ab Brignole 5.00 bis 23.40 Uhr, ab Flughafen 5.30 bis 0.15 Uhr, meist alle 30 bis 60 Minuten. Airlink alle 15 Minuten, ab Bahnhof 5.50 bis 22.10 Uhr, ab Flughafen 5.45 bis 22.05 Uhr.
Eigenheiten
- Die engsten Gassen Europas. Die caruggi sind teils keinen Meter breit und bilden das größte erhaltene mittelalterliche Zentrum Europas.
- Zum Flughafen führen zwei Wege mit sehr verschiedenen Preisen. Der Volabus setzt seit dem neuen Tarif das MetDaily für 10 Euro voraus, ein eigenes Volabus-Ticket steht im Tarifaushang vom Juli 2026 nicht mehr. Der Shuttle Genova Airlink dagegen fährt mit dem gewöhnlichen Zwei-Euro-Ticket. Er pendelt alle 15 Minuten zwischen der Ankunftshalle und dem Bahnhof Genova Sestri Ponente Aeroporto und braucht 5 Minuten, weiter geht es mit dem Regionalzug. Wer für die Bahn dazu das integrierte Ticket für 2,20 Euro nimmt, hat den ganzen Weg mit einem Fahrschein abgedeckt. Das MetDaily gilt dafür 24 Stunden im gesamten Netz.
- Jeder Aufzug hat seinen eigenen Fahrplan. AMT betreibt 14 öffentliche Aufzüge, und jeder hat andere Zeiten. Castelletto Ponente und Levante fahren täglich 6.40 bis 24.00 Uhr, Magenta-Crocco sogar bis 0.40 Uhr, der Aufzug Castello D'Albertis-Montegalletto schließt werktags schon um 19.50 Uhr, der Aufzug von Quezzi fährt sonntags gar nicht, und der Aufzug an der Metrostation Brignole läuft nur während der Metro-Betriebszeit. Für Aufzüge und die Funicolare Sant'Anna gibt es außerdem einen eigenen günstigeren Fahrschein für 1,20 Euro, vier Fahrten kosten 4 Euro.
Gut zu wissen
- Währung
- EUR €
- Notruf
- 112
- Steckertyp
- C · F · L
- Zeitzone
- Europe/Rome
- Verkehr
- rechts
Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, Autobahn 130 km/h
Bei Regen gilt auf der Autobahn 110 km/h statt 130, auf Schnellstraßen 90 statt 110. Wer den Führerschein weniger als drei Jahre hat, fährt höchstens 100 km/h auf der Autobahn und 90 km/h auf Schnellstraßen. Innerorts sind 50 km/h die Regel, ausgeschilderte Stadtstraßen erlauben bis zu 70 km/h.
Trinkgeld. Kein Muss. Auf der Rechnung stehen oft coperto oder servizio. Wer zufrieden ist, rundet auf.
Maut. Autobahnen sind überwiegend gebührenpflichtig. Ticket bei der Auffahrt ziehen, bei der Abfahrt zahlen. Keine Vignette.
Zufahrt. Viele Altstädte sind für Auswärtige gesperrt. Kameras erfassen das Kennzeichen, der Bescheid kommt Monate später nach Hause. Zeiten und Zuschnitt unterscheiden sich von Stadt zu Stadt.